Home | Suchen | Kontakt | Impressum | BG BAU

 
Aktuelles | GISBAU | WINGIS | Produktgruppen | Service | Sicherheitsdatenblatt - online
     

Service

Expositionsbeschreibungen
Chromatarme Produkte
Gefahrstoff-Broschüren
Gefahrstoffrecht
Umgang mit Epoxidharzen
Gesprächskreis BITUMEN
Gefahrguttransport
Einstufungskataloge
Säureschutzbau
Weniger Staub am Bau
Handschuhdatenbank
Brand-/ Explosionsschutz
Formulare/ Entwürfe
Sonstiges
Links

 

Vorsicht beim Umgang mit Epoxidharzen

 
Epoxidharze sind in der Bauwirtschaft in vielfältigen Anwendungen weit verbreitet. Sie haben jedoch den Nachteil, dass ihre Systemkomponenten gefährliche Substanzen enthalten. Viele dieser Substanzen können Hauterkrankungen verursachen. Eine große Zahl von Bauarbeitern leidet an Reizungen und Allergien der Haut. Ursache dieser Erkrankungen kann eine Exposition gegenüber ungehärteten Epoxidharzen, Härtern, Verdünnern oder Lösemitteln sein.
 
Download Faltblatt  
 
 
Wie erkenne ich, welche Gefahren von Epoxidharzen
ausgehen?


Welche Gesundheitsgefährdungen gehen von
Epoxidharzen aus?


Wann kommt es zur Exposition und was sind die Folgen?

Welche Präventionsmaßnahmen können getroffen
werden?
 
 
Wie erkenne ich, welche Gefahren von Epoxidharzen ausgehen?

Vor Gebrauch des Produktes sollten Sie immer:
- Die Informationen auf der Verpackung oder den Gebinden lesen. Beachten Sie die Gefahrensymbole, die die Art der Gefährdung angeben.
- Die entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Betriebsanweisungen sorgfältig durchlesen und beachten.
- Selbstständige sollten sicherstellen, dass sie die bestehenden Gefährdungen und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für einen sicheren Umgang mit Epoxidharzen kennen.

 
 

Welche Gesundheitsgefährdungen gehen von Epoxidharzen aus?

Mögliche Folgen einer Exposition d.h. eines Kontaktes der Haut gegenüber ungehärteten Epoxidharzen sind:




- Reizungen, Rötung, Jucken und Schmerzen der Haut und der Augen
- Allergische Hautreaktionen (z. B. an Händen und Beinen, aber auch an den Augen und im Gesicht)
- Verätzungen (durch einige Härter)
Das Einatmen von Lösemitteldämpfen kann zu Kopfschmerzen führen und auch andere Teile Ihres Körpers schädigen (z. B. das Nervensystem).

 
 

Wann kommt es zur Exposition und was sind die Folgen?

Expositionen gegenüber Epoxidharzen können entstehen bei:
- Transport und Lagerung (z. B. bei Kontakt zu beschädigten oder verunreinigten Gebinden).
- Dosierung der Komponenten. Ein falsches Mischungsverhältnis kann eine heftige chemische Reaktion auslösen.
- Mischen (z. B. durch Verspritzen Überschwappen oder Verschütten).
- Auftragung auf die Arbeitsflächen (z. B. beim Streichen, Verteilen, Rollen, Injizieren, Spritzen).
- Kontakt mit verunreinigten Gebinden, Arbeitsgeräten, Kleidungsstücken oder Sicherheitsausrüstungen.
- Reinigen von Arbeitsgeräten und Entsorgung von Gebinden.

Eine Epoxidharzexposition kann unterschiedliche Folgen haben: am häufigsten sind Reizungen und Allergien der Haut. Sollte es zu einer Sensibilisierung d.h. einer Allergie gegenüber Epoxidharzen kommen:
- Sind schwere Hautprobleme mit Wunden, Entzündungen und Juckreiz die Folge.
- Es kann der Fall eintreten, dass Sie nicht länger mit Epoxidharzen arbeiten können, da jeder weitere Kontakt erneut zu allergischen Hautreaktionen führt.
- Sie können gezwungen sein, den Beruf zu wechseln.

 
 

Welche Präventionsmaßnahmen können getroffen werden?

Zum Schutz Ihrer Haut müssen Sie beim Umgang mit Epoxidharzen eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen
treffen. Ihr Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Ihre Gesundheit durch die angewandten Arbeitsverfahren
nicht gefährdet wird. Er ist dafür verantwortlich, Sie mit Informationen, geeigneten Handschuhen, Brillen
und anderen Schutzausrüstung zu versorgen und Sie zu unterweisen.

Sie sollten mit Ihrem Arbeitgeber kooperieren und die zur Verfügung gestellten Einrichtungen, Arbeitsgeräte
und Schutzausrüstungen benutzen.

Erkundigen Sie sich zum Schutze Ihrer Gesundheit bei Ihrem Arbeitgeber, ob der Einsatz epoxidharzfreier Produkte oder Ersatzverfahren ohne Verwendung gefährlicher Chemikalien möglich ist. In einigen Fällen kommt die Verwendung weniger gefährlicher Epoxidharze in Frage.

Bei der Arbeit mit Epoxidharzen gilt:
- Möglichst jeden Hautkontakt zu unausgehärteten Epoxidharzen und Harzkomponenten konsequent vermeiden.
- Den Sicherheitsanweisungen Folge leisten. Sie finden diese auf den Gebinden, in den Sicherheitsdatenblättern und in den vom Arbeitgeber erstellten Betriebsanweisungen.
- Nur die erforderliche Menge anmischen und die Komponenten nur in der empfohlenen Reihenfolge hinzufügen.
- Geeignete Arbeitsgeräte verwenden (z. B. langstielige Roller, Wisch- und Verteilgeräte, Spritzschutzschilde).
- Handrührwerke mit stufenlos regelbarer Rührgeschwindigkeit verwenden. Der Durchmesser des Rührkorbes sollte maximal 1/3 des Durchmessers des Mischefäßes betragen.
- Mischgefäß nur bis 20 cm unterhalb der Kante füllen um ein Überschwappen zu vermeiden.
- Zum Transport des Materials zum Einbauort Transportwagen verwenden.
- Im Arbeitsreich für ausreichende Durchlüftung sorgen.
- Beim Mischen, Injizieren und bei Spritzverfahren Augenschutz tragen (z. B. Schutzbrille, Gesichtsschutzschirm).
- Butyl- oder Nitrilhandschuhe verwenden, sofern der Epoxidharzhersteller nicht eine andere Handschuhart empfiehlt.
- Keinesfalls Leder- oder dünne Einmalhandschuhe tragen. Diese bieten keinen Schutz.
- Besonders beim Mischen oder bei Arbeiten im Knien Arbeitskleidung durch Verwendung zusätzlicher Schutzkleidung (z. B. Overall, Schutzhose, Schürze) vor Verschmutzung durch Epoxidharze schützen.
- Bei Spritzverfahren oder der Verwendung lösemittelhaltiger Produkte Atemschutz verwenden.
- Nach dem Händewaschen Hautpflegecreme auftragen.

Weitere Schutzmaßnahmen:
- Mit Epoxidharzen verunreinigte Hautpartien sofort mit Wasser und Seife abwaschen.
- Zur Reinigung der verunreinigten Hautpartien keine Lösemittel benutzen.
- Im Arbeitsbereich nicht essen, rauchen oder trinken.
- Die Innenseite der Schutzhandschuhe vor Verunreinigung durch Epoxidharze schützen.
- Die Handschuhe nicht länger als einen Tag tragen. Bei Beschädigung die Handschuhe sofort wechseln.

Erste Hilfe
Bei Hautkontakt: Mit Epoxidharz getränkte Kleidung
unverzüglich ausziehen und die betroffenen Stellen
mit Wasser und Seife reinigen.
Bei Augenkontakt: Die Augen unter fließendem
Wasser ausspülen. Immer einen Arzt aufsuchen.

 
 
 
Diese Informationen können Sie als Faltblatt herunterladen [pdf-Datei 1MB]. Darin enthalten sind Informationen über den sicheren Umgang mit Epoxidharzen auf Baustellen.