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Biologische Abbaubarkeit: Simulationstest mit
Belebtschlamm
Definition:
Zweck des Verfahrens ist die Prüfung der vollständigen biologischen
Abbaubarkeit organischer Substanzen durch Messung der Abnahme der Prüfsubstanz
sowie möglicher Metaboliten in einer Belebtschlamm-Modellanlage.
Messverfahren:
In einer Belebtschlamm-Modellanlage wird die biologische Primär-Abbaubarkeit
einer Substanz untersucht. Dabei können verschiedene Parameter wie
der gelöste organische Kohlenstoffanteil (DOC), der chemische Sauerstoffbedarf
(CSB), aber auch die Konzentration der Prüfsubstanz
bestimmt werden.
Dies Verfahren ist nur geeignet für Stoffe,
die wasserlöslich und nicht-flüchtig
sowie nicht toxisch für Bakterien sind.
Geeignete Prüfmethoden:
Die biologische Abbaubarkeit: Simulationstest mit Belebtschlamm ist in
der Prüfmethoden-Verordnung (EG) Nr.440/2008,
Teil C, Methode C.10 beschrieben.
Angabe im Sicherheitsdatenblatt:
Aufgrund der Ergebnisse können Hinweise auf das Verhalten einer Substanz
in einer Abwasserreinigungsanlage gegeben werden.
Aussage:
Ursache für eine geringe Abnahme der Prüfsubstanz in der wässrigen
Phase kann eine Hemmung der Mikroorganismen durch die Prüfsubstanz
sein. Dies kann sich auch an einer Schlammauflösung und an einem
Schlammverlust zeigen, was zu einem trüben Überstand sowie zu
einer abnehmenden Effektivität der CSB- oder DOC-Abnahme in der Anlage
führt.
In manchen Fällen kann eine physikalisch-chemische
Adsorption eine Rolle spielen. Dann sind weitere
Tests erforderlich.
Soll zwischen vollständigem (oder teilweisem)
biologischen Abbau und Adsorption unterschieden werden, sind weitere Tests
erforderlich.
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