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Nitrifikation
Definition:
Nitrifikation ist der Abbau von stickstoffhaltigen Substanzen infolge
der Oxidation des enthaltenen Stickstoffs (Ammonium) durch Nitrifikanten.
Die Reaktionen sind mit einem sehr hohen Sauerstoffbedarf verbunden. Aufgrund
der Nitrifikation kann es bei stickstoffhaltigen Substanzen bei der Bestimmung
der biologischen Abbaubarkeit zu einem falsch positiven Ergebnis kommen.
Nitrifikanten sind aerobe Mikroorganismen (nitrifizierende
Bakterien), die anorganische Stickstoffquellen für ihren Stoffwechsel
nutzen. Sie gelten als empfindlich gegenüber toxischen Einflüssen.
Der Wert des biologischen Abbaus von stickstoffhaltigen
Substanzen muss korrigiert werden, in dem der verbrauchte Sauerstoffanteil
für die Nitrifikation bestimmt bzw. berechnet wird.
Messverfahren:
Der Nitrifikationshemmtest mit Belebtschlamm untersucht die potenzielle
Auswirkung von Prüfsubstanzen auf die Bakteriengruppe der Nitrifikanten,
die Ammonium zu Nitrat oxidieren.
Die Prüfsubstanz wird mit Belebtschlamm in Gegenwart eines Ammoniumsulfat-enthaltenden
Nährmediums für 4 Stunden inkubiert. Als Endpunkt wird die Konzentration
an oxidierten Sichtstoffverbindungen (Nitrat und Nitrit) bestimmt.
Geeignete Prüfmethoden:
Ein geeignetes Messverfahren zur Bestimmung der Nitrifikation ist in der
DIN EN ISO 9509 beschrieben.
Angabe im Sicherheitsdatenblatt:
Es sollte ein Hinweis gegeben werden, ob die Substanz einer möglichen
Nitrifikation unterliegt.
Die Nitrifikation kann als mittlere Effektkonzentration EC50 in [mg/l]
unter Angabe der Prüfmethode und der Expositionszeit angegeben werden.
Aussage:
Durch den Test wird die Sauerstoffaufnahme infolge Nitrifikation bestimmt
und kann bei der Bestimmung der leichten biologische Abbaubarkeit herausgerechnet
werden. Allerdings kann der Sauerstoffverbrauch auch berechnet werden.
Tipp:
Die Nitrifikation verringert den Sauerstoffgehalt im Wasser des Gewässers
und in Kläranlagen, dazu tragen hauptsächlich die am Teichboden
bzw. Klärschlamm fest sitzenden Nitrifikanten bei.
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