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Chronische aquatische Toxizität
Definition:
Schädigende Wirkungen in dem zu untersuchenden Organismus, die innerhalb
eines festgelegten Expositionszeitraumes nach täglicher Verabreichung
einer Dosis einer Substanz auftreten.
Messverfahren:
Die chronische aquatische Toxizität wird experimentell bestimmt.
Es werden unterschiedliche Untersuchungsspezies verwendet:
• Fische
• Daphnien
• Algen
Die Endpunkte bei den Prüfverfahren sind unterschiedlich.
Geeignete Prüfmethoden:
In der Prüfmethoden-Verordnung (EG)
Nr.440/2008, Teil C sind keine länger dauernden Toxizitätsuntersuchungen
mit Fischen und Daphnien beschrieben.
Es gibt folgende
OECD-Methoden:
• Längerfristige Fisch-Tests:
- OECD 204: Fish, Prolonged Toxicity Test: 14-Day Study
- OECD 210: Fish, Early-Life Stage Toxicity Test (=ein sub-chronischer
Test)
(Letale und subletale Effekte (z.B. Körpergröße und
–gewicht))
Endpunkte sind Schlupferfolg, Wachstum und Körpergewicht, Laichen
und Mortalität.
• Längerfristige Daphnien-Tests:
- OECD 202: Part Part II: Reproduction Test (14 day)
- OECD 211: Daphnia magna Reproduction Test
Endpunkte sind Fortpflanzung, Zahl der Nachkommen, Wachstum, Körpergewicht,
Mortalität.
• Der Algeninhibitionstest beinhaltet auch die
chronische Toxizität.
Angabe im Sicherheitsdatenblatt:
Bei der chronischen aquatischen Toxizität werden die Ergebnisse mit
Spezies und Prüfmethode angegeben.
Aussage:
Aus den chronischenToxizitätsdaten kann der NOEC,
das ist die maximale nicht wirksame Dosis, abgeleitet werden.
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