August 2010

Im Heft Juli/August der Zeitschrift Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft sind zahlreiche Artikel zu den Arbeiten des Gesprächskreises BITUMEN erschienen. So werden die internationalen Aktivitäten von den ausländischen Kollegen beschrieben, die Expositionsbeschreibungen werden erläutert, die Wirtschaftlichkeit der temperaturabgesenkten Asphaltbauweise wird dargestellt und anhand von Bitumen werden einzelne Schritte von REACH diskutiert. Dr. Helmut Klein, Referatsleiter Gefahrstoffe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales sieht im Editorial dieses Heftes die Arbeiten des Geschprächskreises sehr positiv und endet mit den Sätzen "Ich wünsche mir, dass die vorgestellten Initiativen des Gesprächskreises BITUMEN andere Verbände und Institutionen anregen, ihre Gefahrstoffprobleme in ähnlicher Weise aufzugreifen und zu lösen. BMAS und AGS warten auf Ihre Vorschläge!"
Hier können Sie die Artikel herunterladen!

 
 

November 2009

Der Gesprächskreis BITUMEN hat von Beginn an den Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen gefördert. Diese Bauweise ist inzwischen Stand der Technik beim Einbau von Gussasphalt.

Bei Walzasphalt lässt sich diese Technik ebenso einsetzen und wird inzwischen in vielen Ländern erprobt bzw. auch schon regelmäßig eingesetzt. Um diese für Arbeits- und Umweltschutz positive Technik auch in Deutschland weiter voran zu bringen hat ein Arbeitskreis “Förderung des Einbaus von temperaturabgesenkten Asphalten“ im Gesprächskreis BITUMEN einen Sachstandsbericht “Temperaturabgesenkte Asphalte“ herausgebracht. Dieser Sachstandsbericht ergänzt den DAV-Leitfaden “Temperaturabgesenkte Asphalte“, der sich mehr den technischen Fragen dieser Einbauweise widmet (www.asphalt.de).

Der Sachstandsbericht des Gesprächskreises BITUMEN behandelt vor allem die politischen Hintergründe sowie die Arbeits- und Umweltschutzpolitischen Ziele der temperaturabgesenkten Bauweise. Neben einigen grundsätzlichen Aspekten zu Bitumen, der Bedeutung der temperaturabgesenkten Bauweise unter REACH, sowie zahlreichen Einbaubeispielen werden auch die Ergebnisse der vom Gesprächskreis BITUMEN begleiteten Bitumenstudien dargestellt.

Der Sachstandsbericht “Temperaturabgesenkte Asphalte“ des Gesprächskreises ist hier herunterzuladen.

 
 

Oktober 2009

Auf der Sitzung 2009 des Gesprächskreises BITUMEN bei der Joseph Vögele AG in Mannheim wurden die Ergebnisse der Humanstudie Bitumen bekanntgegeben. Vor 80 Fachleuten aus Europa und den USA präsentierten Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Ergebnisse der von Prof. Monika Raulf-Heimsoth geleiteten Untersuchungen an 500 Arbeitern. Bei den untersuchten Gussasphaltarbeitern wurden unauffällige Lungenfunktionsbefunde auch nach der Schicht sowie Atemwegsreizungen festgestellt.

Der Obmann des Gesprächskreises BITUMEN stellte in seinem Schlusswort fest, dass diese Ergebnisse die Erkenntnisse aus der arbeitsmedizinischen Betreuung aller Gussasphaltarbeiter sowie der Ratteninhalationsstudie im Fraunhofer Institut in Hannover bestätigen.

Da Gussasphalt seit 2008 nur noch temperaturabgesenkt eingebaut wird, existieren solch hohen Belastungen der Beschäftigten nicht mehr.

Hier laden Sie die Pressemitteilung zu der Bekanntgabe der Ergebnisse der Humanstudie Bitumen herunter.

 


Rechts: Die ReferentInnen in Mannheim

 
 

Juli 2009

Arbeitsminister Banzer will temperaturabgesenkten Asphalt fördern

Lokalpatriotismus, vor allem aber die nicht nur aus Sicht des Arbeitsschutzes offen¬sichtlichen Vorteile der temperaturabgesenkten Asphaltbauweise haben das hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit bewogen, zu einer Pressekonferenz auf dem Gelände der Asphaltmischanlage der Fa. W. Schütz GmbH & Co. KG in Oberursel-Weißkirchen einzuladen.

Firmeninhaber Herr Ottmar Schütz begrüßte neben Minister Jürgen Banzer die zahlreichen Gäste und wies darauf hin, dass die Fa. Schütz schon Anfang der 90er Jahre begann, die Verarbeitbarkeit des Asphaltes mit Hilfe von Additiven zu verbessern. Dies ermöglicht auch eine Absenkung der Einbautemperatur bei weiter guter Verarbeitbarkeit. Eine Absenkung der Einbautemperatur um 10°C verringert aber die Emissionen um etwa die Hälfte. Zudem wird bei der Asphaltproduktion Energie eingespart, weniger CO2 ausgestoßen und die Verformbarkeit der Straßenoberfläche verringert.

Nach einigen Testflächen wurde u.a. die Zufahrt zum wichtigsten Werkstor der damaligen Hoechst AG von der Fa. Schütz temperaturabgesenkt gebaut: „Wenn ich mir nicht sicher gewesen wäre, dass es funktioniert, hätte ich diese extrem belastete Straße nicht temperatur¬abgesenkt gebaut“.

Seit 2008 darf Gussasphalt nur noch temperaturabgesenkt eingebaut werden. Statt einer Belastung der Beschäftigten von bis zu 60 mg/m³ Dämpfe und Aerosole beim konventionellen Einbau, liegen jetzt die Expositionen unter 10 mg/m³.

Herr Schütz machte deutlich, dass auch andere Firmen ähnliche Techniken entwickelt haben und erwähnte hier vor allem die Fa. MHI, die Zeolithe als Additive bei Walzasphalt verwendet. Inzwischen hat man zehn Jahre Erfahrung mit dem Produkt, dessen Auskühlzeit sich durch die niedrige Temperatur verkürzt. Dieser Effekt wurde bei der Erneuerung einer Landebahn des Frankfurter Flughafens eingesetzt. „Damals konnten die Arbeiter erst ab 22 Uhr mit der Arbeit beginnen und mussten um 5 Uhr fertig sein“, stellte Herr Schütz fest. „Bereits am gleichen Tag konnten die Jets wieder landen.“

Die Bitte von Herrn Schütz, das Ministerium möge doch den temperaturabgesenkten Einbau von Walzasphalt unterstützen, griff Minister Jürgen Banzer auf „Deshalb bin ich doch hier“. Der Minister wies darauf hin, dass jeder Autofahrer die Einbaukolonnen kennt, die im Sommer bei großer Hitze mit freiem Oberkörper den heißen Asphalt einbauen. Daher erscheint es ihm nur folgerichtig, die Einbautemperatur abzusenken. Wenn dabei zahlreiche weitere Vorteile genutzt werden können, spreche dies doch eindeutig für diese Technik.

Den von Herrn Schütz genannten Vorteilen dieser innovativen Technik fügte Herr Banzer noch die Möglichkeit hinzu, den Verkehr wieder schneller fließen zu lassen. „Der Arbeits¬schutz ist hier somit Wegbereiter des Klimaschutzes und erreicht zugleich eine höhere Wirtschaftlichkeit“ erläuterte der Minister.

Herr Minister Banzer, der früher Landrat des Hochtaunuskreises war, in dem die Mischanlage liegt, will seinen hessischen Verkehrsministerkollegen Posch auffordern, bei Ausschreibungen die temperaturabgesenkte Bauweise stärker zu berücksichtigen.

Dr. Reinhold Rühl wies für den Gesprächskreises BITMEN darauf hin, dass diese innovative Technik derzeit in ihrem Ursprungsland weniger diskutiert wird als im Ausland. Auf einem Kongress in den USA stellte der Vertreter der texanischen Strassenbaubehörde 2008 vor über 700 internationalen Zuhörern fest „We are the leader state of Warm-Mix Asphalt“. Dabei waren Vertreter amerikanischer Straßenbaubehörden erst vor 2 Jahren im Asphaltmischwerk Weißkirchen und haben von Herrn Schütz gelernt, wie diese Technik funktioniert.

Und in Deutschland? In den letzten beiden Wochen wurde auf Hinweis der staatlichen Arbeitsschützer und der BG BAU im 4 km langen Eisenbahntunnel bei Schlüchtern Walzasphalt temperaturabgesenkt eingebaut. Die schon erwähnten Start- und Landebahnen, an Wochenenden immer wieder kleinere Strecken damit eine schnellere Verkehrsfreigabe erfolgen kann, dies alles sind erfolgreiche Einbauten. Es fehle aber der Durchbruch, größere Strecken mit temperaturabgesenktem Walzasphalt.

Daher bat Dr. Rühl Herrn Minister Banzer, sich für diese maßgeblich in Hessen entwickelte Technik einzusetzen und zu verhindern, dass diese Innovation in einigen Jahren aus dem Ausland importiert wird, obwohl sie in Deutschland entwickelt wurde. Die Geschichte des MP3-Players sei Allen noch gegenwärtig.

Im Anschluss an diese Statements demonstrierte die Fa. Schütz den Einbau von Gussasphalt, wobei Minister Banzer selbst Hand anlegte. Da die Sonne schien und es sehr warm war an diesem Tag, war für Alle offensichtlich, dass der temperaturabgesenkte Gussasphalt (er hatte eine Temperatur von 199°C!!) eine Erleichterung für die Beschäftigten darstellt.

Beim Besuch des Asphaltlabors war der Minister von den vielen Prüfgeräten, insbesondere dem "Spurrillentestgerät" beeindruckt. Die Möglichkeit, Asphalt einzufärben gefiel ihm "Das könnte ich mir vor meinem Haus auch vorstellen".

 
 

November 2008

Vom 11. – 13. November fand in Nashville, Tennessee, die 'International Conference on Warm-Mix Asphalt’ statt. In zahlreichen Vorträgen wurde über die verschiedenen Techniken des Einbaus von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen (Warm-Mix Asphalt im Gegensatz zum Hot-Mix Asphalt), die positiven Auswirkungen für Umwelt und Arbeitswelt und die Erfahrungen beim Einbau berichtet. Fast 700 internationale Teilnehmer aus der Asphalt-Industrie und von Straßenbaubehörden diskutierten wie dies in den USA üblich ist, sehr ausführlich die vorgetragenen Aspekte. Da für die Konferenz mehr Anmeldungen eingingen wie vorgesehen, waren die Vorträge über das Internet zu hören, auch Diskussionsbeiträge kamen per Mail.

Mit Richard Mansfeld (Voigtsgrüner Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG) und Reinhold Rühl (Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft) für den Gesprächskreis BITUMEN waren zwei Referenten aus Deutschland vertreten. Herr Mansfeld begann seinen Vortrag “German application of Warm-Mix“ mit einem Glückwunsch an die Amerikaner „2002 und 2007 kamen Sie nach Europa, um den Einbau bei abgesenkten Temperaturen kennen zu lernen. Nun haben Sie zumindest den gleichen Level erreicht wie wir in Deutschland.“ Damit hatte er eine Entwicklung zusammengefasst, die darauf hinausläuft, dass die Vormachtstellung Deutschlands bei dem Einbau bei abgesenkten Temperaturen wohl bald vorbei ist.

Diese Konferenz fand nicht in Deutschland statt, dem Land, das diese Technologie entwickelt hat, sondern in den USA. Begriffe wie “Green highways“, “Better than before”, ”Next level of acceptance in our industrie”, ”Prevention through design” bestimmten die Diskussionen. Interessiert wurde Erfahrungen mit dem Einbau bei abgesenkten Temperaturen aus Europa zugehört und nachgefragt. Der Vertreter der Straßenbaubehörden von Texas bezeichnete diesen Staat als “The leader state of warm mix asphalt“ mit etwa 500.000 Tonnen allein 2008, für 2009 werden 1.000.000 Tonnen erwartet. Welche Steigerungsrate! Wo ist das Bundesland, das in Deutschland die Führerschaft beim Einbau von Warm-Mix Asphalt übernimmt? Sehr interessant war auch die immer wieder betonte Partnerschaft von RAP (Recycling Asphalt) und Warm-Mix Asphalt.

Webseiten (www.warmmixasphalt.com oder www.greenhighways.org), griffige Begriffe (Warm-Mix Asphalt für den Einbau bei abgesenkten Temperaturen statt Hot-Mix Asphalt), Integrierung des Umwelt- und Arbeitsschutzes – die Amerikaner demonstrieren eindrucksvoll, wie eine Idee vorangebracht werden kann. Und Deutschland? Wiederholt sich die MP3-Story, dass eine Technik in Deutschland entwickelt, aber vom Ausland vermarktet wird?

Lassen sie dem Vorsprung Deutschlands bei der Entwicklung der Technologie einen Vorsprung in der Anwendung dieser Technik folgen. Lassen Sie Deutschland Vorreiter bleiben auch beim Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen. Betonen Sie immer wieder die Vorteile dieser Bauweise, die energiesparenden und umweltfreundlichen Aspekte (zudem eine schnellere Verkehrsfreigabe, geringere Alterung des Bindemittels, kaum noch Belastungen der Arbeitnehmer, …). Weisen Sie immer wieder auf die im Oktober vorgestellte Webseite hin mit der Liste der Baustellen, auf denen Asphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wurde.

Verbessern Sie die Berechnungsgrundlagen dieser Webseite durch Erfahrungen an Ihrer Mischanlage, Erweitern Sie die Beispiele um Ihre Baustelle, lassen Sie Ihre Kollegen von Ihren Erfahrungen profitieren und weisen sie Auftraggeber auf diese Webseite hin.

 
 

Oktober 2008

Nach einiger Vorbereitungszeit bietet der Gesprächskreis BITUMEN auf seiner Webseite eine Liste der Baustellen an, auf denen Asphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wurde. Dabei werden nicht nur die Baustelle, die ausführende Firma und das den Asphalt liefernde Mischwerk angegeben, sondern auch die Einbautemperatur und die Exposition der Beschäftigten. Neben diesen harten Fakten werden auch
• die im Vergleich zum konventionellen Einbau auf der Baustelle erreichte Verringerung der Exposition in Prozent,
• die durch diese Baumaßnahme eingesparte Energie in Liter Heizöl, sowie
• die Verringerung der Umweltbelastung in CO2-Äquivalenten
aufgeführt.

Die Grundlagen zur Berechnung dieser Angaben sind ebenfalls auf der Webseite verfügbar. Diese Berechnungen beruhen auf entsprechenden Abschätzungen, die von vielen Stellen angestellt wurden. Es sind Alle aufgerufen, zur Verbesserung dieser Berechnungen beizutragen.

Vor allem sollten die Beispiele um weitere Baustellen erweitert werden, lassen Sie Ihre Kollegen von Ihren Erfahrungen profitieren und weisen sie Auftraggeber auf diese Webseite hin.

 
 

Mai 2008

Auf dem 4. Euroasphalt & Eurobitume Congress Ende Mai in Kopenhagen wurde zwar auch über REACH diskutiert, es trat aber ein Thema in den Vordergrund, das der Gesprächskreis schon lange fördert – der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen.

Mike Acott, Präsident des amerikanischen Asphaltverbandes NAPA, wurde in Kopenhagen mit der Bemerkung vorgestellt, dass der Einbau bei niedrigen Temperaturen in Europa entwickelt wurde, aber in den USA derzeit das größte Interesse findet. Mike Acott gab viele Gründe an, warum "Warm Mix Asphalt" (der Ausdruck für den Einbau bei abgesenkten Temperaturen in den USA) das "heißeste Thema ist, das die NAPA je hatte". U.a.
• NAPA erwartet unter einer Obama-Administration neue Anforderungen an Asphaltmischanlagen;
• Schon heute gibt es in den USA Aktionsgruppen gegen Asphaltmischanlagen;
• Es gibt in den USA eine sehr starke grüne Bewegung;
• Die 600 Bürgermeister der größten Städte haben das Kioto-Protokoll unterzeichnet.

Daher gibt es in den USA eine sehr große Nachfrage zum "Warm Mix Asphalt" bei den Straßenbaufirmen. Es wurde eine eigene Webseite geschaltet www.warmmixasphalt.com.

Besonders schmeichelhaft für Deutschland und insbesondere den Gesprächskreis BITUMEN war der Rückblick von Mike Acott auf die bisherigen Aktivitäten zum Warm Mix Asphalt. Das "German Bitumen Forum" steht für ihn am Anfang dieser Aktivitäten, dies machte er auch mit dem Logo des Gesprächskreises deutlich.

Harry Roos (VBW-Asphalt, Niederlande) ging bei seinem Überblick über die zum Thema Temperaturabsenkung eingereichten Beiträge auch auf das in einem deutschen Papier aufgeführte Argument ein, dass erst nach 15 Jahren Liegezeit ein endgültiges Urteil über den bei niedrigeren Temperaturen eingebauten Asphalt gefällt werden könne. Man solle doch mehr Vertrauen in die verschiedenen Tests haben, die alle zeigen, dass die Eigenschaften dieses Asphaltes zumindest so gut sind wie beim konventionellen Asphalt. Herr Roos fragte, wozu diese Tests durchgeführt werden, wenn man ihnen nicht vertraut?

Das Poster des Gesprächkreises “Lower Temperature – The Best for Asphalt, Bitumen, Environment and Health & Safety” wurde intensiv diskutiert. Auf dem Foto ist internationale Asphalt-Prominenz vor dem Poster versammelt (v.l.) Paul Steenmans (GAMA-Asphalt, Belgien), Rainer Hagemeier (MHI), Jürgen Reifig (DAV), Peter Rode (bga)

 
 
Anfang Mai 2008 waren Vertreter des DAV, der bga und der BG BAU bei nationalen deutschen REACH-Helpdesk, um über die Konsequenzen einer eventuellen Nichtregistrierung des Einsatzes von Bitumen im Gussasphalt zu diskutieren. Die Vertreter des nationalen deutschen REACH-Helpdesk empfahlen, weiterhin mit Eurobitume zu verhandeln, damit die Bitumenhersteller auch den Einsatz von Bitumen im Gussasphalt registrieren. Sollte dies aber wirklich nicht erfolgen, könnten die Betreiber von Mischanlagen Gussasphalt herstellen, wenn sie belegen können, dass die Expositionen beim Einbau von Gussasphalt nicht höher sind, wie bei einer registrierten Anwendung. Für diesen Nachweis wäre der im April 2008 erwähnte Statusbericht der BG BAU ausreichend.

Die Gespräche mit Eurobitume werden fortgesetzt, da auch die Frage des nach REACH festzulegenden Grenzwertes (DNEL) noch offen ist.

 
 

April 2008

In den letzten Monaten bestimmte die europäische REACH-Verordnung die Bitumen-Diskussionen. Eurobitume plant derzeit, den Bitumenherstellern zu empfehlen, Bitumen unter REACH mit einer maximalen Einsatztemperatur von 200°C zu registrieren. Damit wäre der Einbau von Gussasphalt nicht mehr möglich, auch nicht bei Temperaturen bis 230°C.

In einem Statusbericht „Exposure to vapours and aerosols during laying of mastic asphalt („Gussasphalt“) using temperature reducing organic additives” hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft erläutert, dass die Expositionen beim Einsatz von Gussasphalt bei Temperaturen bis 230°C in der gleichen Größenordnung liegen wie beim Einbau von Walzasphalt. Dieser Statusreport wurde an Eurobitume gesandt.

Für diesen Statusbericht wurde die Expositionsbeschreibung zum Einbau von Walzasphalt aktualisiert. Die Expositionsbeschreibungen zum Einbau von Gussasphalt werden derzeit vom zuständigen Arbeitskreis den neuen Bedingungen angepasst.

 
 

Februar 2008

Auf den XIV. Deutschen Asphalttagen am 14. und 15. Februar 2008 in Berchtesgaden stand der Einbau von Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen im Mittelpunkt zahlreicher Beiträge. Herr Dipl.-Ing. Franz Voigt, Präsident des Deutschen Asphalt Verbandes, wies in seiner Begrüßung auf die intensive Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hin, die gezeigt hat, dass ein Einbau von Gussasphalt mit Expositionen unter 10 mg/m³ Dämpfe und Aerosole aus Bitumen möglich ist.

Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Radenberg (Ruhr-Universität Bochum), Vorsitzender des Arbeitskreises “Temperaturabsenkung“ in der Forschungsgesellschaft Straßen- und Verkehrswesen, erläuterte in seinem Vortrag “Aktuelle Erfahrungen zur Temperaturabsenkung“ den Stand dieser Technik. Er ging dabei von der über siebenjährigen Toleranz der hohen Expositionen beim Einbau von konventionellem Gussasphalt aus, machte deutlich, dass Gussasphalt nicht nur in Deutschland eingesetzt wird und erläuterte aktuelle Untersuchungen beim Asphalt-Einbau mit temperaturabsenkenden Zusätzen.

Beim Gussasphalteinbau ist die Temperaturabsenkung für Prof. Radenberg generell notwendig, beim Einbau von Walzasphalt sollten temperaturabsenkende Zusätze u. a. eingesetzt werden zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit bei
- schwer verdichtbarem Asphalt (Industrieasphalt);
- ungünstigen Witterungs-/Einbaubedingungen;
- geringen Schichtdicken und
- Baumaßnahmen mit hohem Anteil an Handeinbauflächen.

Schließlich ging auch Herr Dr.-Ing. Berthold Schäfer (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Berlin) in seinem Vortrag “REACH - Was kommt auf die Asphaltindustrie zu?“ auf die seit Jahren vom Gesprächskreis BITUMEN geförderte Technologie ein. Laut Herrn Dr. Schäfer machen die Messungen der BG BAU deutlich, dass die Expositionen gegenüber Dämpfe und Aerosole aus Bitumen beim Einbau von Gussasphalt mit temperaturabsenkenden Zusätzen = 230 °C nahezu identisch sind mit den Expositionen beim Einbau von konventionellem Walzasphalt. Damit dürfte einer Registrierung von Bitumen im Rahmen von REACH mit einer Anwendungstemperatur bis 230 °C nichts mehr im Wege stehen.

Wie so oft in dieser Rubrik kann auch dieses Mal auf eine Veröffentlichung in den USA zum Thema temperaturabgesenkter Asphalt (dort Warm Mix Asphalt genannt) hingewiesen werden.

 
 

Januar 2008

Im Dezember-Heft 2007 wurde unter der Überschrift "Ab 2008 nur noch Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen" (hier herunter zu laden) noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass nach über sieben Jahren die Übergangszeit endet, die der Ausschuss für Gefahrstoffe bzw. das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die hohen Expositionen beim Einbau von konventionellem Gussasphalt gewährt hatte.

In der Vergangenheit wurden bei entsprechenden Baustellen unter Hinweis auf diese Aussetzung des Grenzwertes bzw. diese Übergangsregelung auch extreme Expositionssituationen toleriert. Ab 2008 werden diese Arbeitsplätze im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung betrachtet wie jeder andere Umgang mit heißem Bitumen.

Da dieser Termin auch im Rahmen des neuen europäischen Chemikalienrechtes REACH von großer Bedeutung ist, hat die Zeitschrift asphalt unter der Überschrift ‚Zum Stand der Technik erklärt - Ab 2008 nur noch Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen’ einen ähnlichen Artikel veröffentlich.

In den USA ist der Einbau von Walzasphalt weiterhin ein großes Thema. Zwei Artikel in der neuesten Zeitschrift des amerikanischen Asphalt-Institute befassen sich mit diesem Thema:
Integrating Warm Asphalt and Perpetual Pavement
WMA Scan Tour Findings

 
 

Mai 2007

Vom 23. – 25. Mai 2007 besuchte eine 15-köpfige amerikanische Delegation Deutschland, um sich über den Einbau von Asphalten bei abgesenkten Temperaturen zu informieren.

In einem Artikel der Zeitschrift Asphalt hatte das amerikanische Asphalt-Institut (Asphalt steht in den USA für Bitumen) zuvor den Stand der Kenntnis in den USA über Warm Mix Asphalt (WMA, die amerikanische Bezeichnung für Asphalt, der bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wird) dargestellt. In den USA untersucht eine WMA Technical Working Group die Möglichkeiten dieser Technik. Unter www.warmmixasphalt.com sind Ergebnisse dieser Gruppe zu finden.

Die amerikanische Delegation wurde geleitet von Herrn John A. D´Angelo (Federal Highway Administration, Washington) und setzte sich zusammen aus Vertretern amerikanischer Straßenbauverwaltungen und Transportbehörden, des amerikanischen Asphaltverbandes und verschiedener Firmen.

Über eineinhalb Tage wurde den amerikanischen Gästen der Stand der Technik zum Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen erläutert. Dabei wurden auch die gesundheitlichen Aspekte vorgetragen. Herr Dr. Reinhold Rühl vom Gesprächskreis BITUMEN konnte anhand vieler Expositionsdaten erläutern, dass beim Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen die Belastung der Beschäftigten drastisch abgesenkt wird, insbesondere beim Gussasphalt. Wie alle Beiträge wurde auch dieser Vortrag von den amerikanischen Gästen ausführlich diskutiert. Dabei zeigten Sie sich insbesondere davon beeindruckt, dass im Gesprächskreis Straßenbauer und Dachdecker gut zusammenarbeiten. Zwischen diesen beiden Gruppen gibt es in den USA nur wenige Kontakte. Am 25. Mai wurde eine Teststrecke auf der A1 zwischen den Abfahrten Bad Münster Eifel und Wißkirchen besichtigt. Dort liegen je 500 Meter konventioneller Gussasphalt sowie mit unterschiedlichen Zusätzen hergestellte Asphalte, die bei abgesenkten Temperaturen eingebaut worden waren.


Die amerikanische Delegation auf der Teststecke auf der A1
(ganz rechts John A. D´Angelo, zweiter von links Ottmar Schütz)


Abschließend wurde bei Frankfurt auf dem Gelände der Asphaltmischanlage der Firma Wilhelm Schütz GmbH in Weiskirchen der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen demonstriert. Herr Ottmar Schütz fand die richtigen Worte, um die Gäste aus den USA von der Effektivität dieser Technik zu überzeugen. Er hatte schon bei der Einführung des Split Mastix in den USA die Arbeits- und Denkweise der dortigen Experten kennen gelernt und konnte sich daher sehr gut auf deren Fragen einstellen.

 
 
April 2007

Ende Februar 2007 fanden im BGFA, dem berufsgenossenschaftlichen Arbeitsinstitut für Arbeitsmedizin in Bochum, die Sitzungen des Gesprächskreises BITUMEN sowie des Begleitkreises zur Humanstudie Bitumen statt. Die Humanstudie Bitumen wird Ende 2007 abgeschlossen sein. Die Auswertung der sehr vielen dabei erhaltenen Daten wird mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Der Gesprächskreis BITUMEN diskutierte den aktuellen Stand der Studien zu Bitumen sowie die Veröffentlichung der dabei erhaltenen Daten in englischsprachigen Journalen. Das wichtigste Ergebnis der Sitzung war jedoch ein Beschluss, mit dem der Gesprächskreis seine Zusagen an den Ausschuss für Gefahrstoffe und das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung einlöste. Mit nur zwei Enthaltungen wurde beschlossen, dass der Gesprächskreis ab 2008 die Aussagen in den Expositionsbeschreibungen für Gussasphaltarbeiten umsetzt. Dort heißt es:

Es muss entweder temperaturabgesenkter Gussasphalt eingesetzt werden oder die Expositionen müssen auf andere Weise - z.B. durch lüftungstechnische Maßnahmen - abgesenkt werden. Die Expositionsminderung ist beim Einsatz von temperaturabgesenkten Gussasphalten ausreichend, bei anderen Maßnahmen muss die Wirksamkeit nach §9(8) der Gefahrstoffverordnung durch Messungen belegt werden.


Dies bedeutet im Wesentlichen, dass ab 1. Januar 2008 Gussasphalt nur noch bei abgesenkten Temperaturen eingebaut werden darf. Die bisherige Regelung, dass trotz der hohen Expositionen gegenüber Dämpfen und Aerosolen aus Bitumen bei Gussasphaltarbeiten keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, entfällt damit.

Weiterhin wurde beschlossen, dass die Gussasphaltarbeiter auch in Zukunft intensiv arbeitsmedizinisch betreut werden. Die Auswertungen zur ersten Untersuchung der Gussasphaltarbeiter werden demnächst im Zentralblatt für Arbeitsmedizin veröffentlicht werden.

 
 
August 2006

Das von der deutschen und der amerikanischen MAK-Kommission organisierte Bitumen Health Symposium am 7. und 8. Juni 2006 in Dresden hat die Arbeiten des Gesprächskreises in den erten Monaten des Jahres bestimmt. Auf dem Symposium wurde die erfolgreiche Arbeit des Gesprächskreises BITUMEN bestätigt. Insgesamt 7 der 18 Vorträge befassten sich mit Projekten, die der Gesprächskreis initiiert und begleitet hat. Weiterhin wurde in 4 Postern über Projekte des Gesprächskreises berichtet.

Die Titel und Kurzfassungen der Vorträge und Poster des Bitumen Symposiums in Dresden sind auf der Webseite der ACGIH einzusehen.
Einen Bericht über das Symposium finden Sie hier!

Der Gesprächskreis BITUMEN hat auf dem Symposium seinen neuen Sachstandsbericht in deutscher und englischer Fassung vorgelegt. Beide Versionen können auf der Webseite herunter geladen werden.

Der Gesprächskreis wird seine Webseite auch in englischer Sprache anbieten. Dazu werden die Expositionsbeschreibungen sowie andere Berichte ins englische übersetzt. Die englische Webseite wird vermutlich im Oktober 2006 verfügbar sein.

Am 29. September trafen sich in Brüssel Vertreter amerikanischer und europäischer Verbände und Institutionen, deren Mitglieder Umgang mit Bitumen haben. Es wurde die Frage diskutiert, wie es nach dem internationalen Bitumen Health Symposium im Juni in Dresden weitergeht, um für die geplante IARC-Monographie zu Bitumen eine optimale Datenbasis zu schaffen. Darüber hinaus wurde diskutiert, in wie weit die Bitumenindustrie durch die neue europäische Chemikalienpolitik – Stichwort REACH – gefordert ist.
Hier können Sie ein Bericht über den Erfahrungsaustausch herunter laden.

 
 

Februar 2006

Vom 1. – 3. Februar 2006 fanden in Berchtesgaden die XIII. Deutschen Asphalttage statt. Schon in der Ankündigung im Berchtesgadener Anzeiger wurden auf für den Arbeitsschutz wichtige Themen aufmerksam gemacht (“Von Niedrigtemperatur-Asphalt und lärmmindernden Straßenbelägen“).

Der Präsident des DAV, Herr Georg Rasch, konnte in seiner Eröffnungsrede die Mitglieder des Verbandes auf ein wichtiges Ergebnis einer Studie aufmerksam machen:

Im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, in dem unsere Industrie eine Vorreiterrolle spielen und alles tun will, um jegliches gesundheitliche Risiko für unsere Mitarbeiter auszuschließen, haben wir Ende des vergangenen Jahres einen guten Erfolg erzielt: Die vorläufigen Ergebnisse der Inhaltationsstudie, die die ARBIT beim Fraunhofer Institut in Hannover in Auftrag gegeben – und mit einer siebenstelligen Eurosumme finanziert – hat, liegen jetzt vor. Die wichtigste Schlussfolgerung zitiere ich wörtlich: „Die Inhalation von Dämpfen und Aerosolen aus Bitumen über einen Zeitraum von zwei Jahren hat bei den Versuchstieren (Ratten) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die nur reine Luft eingeatmet hat, nicht zu einem statistisch relevanten Anstieg in der Krebsrate geführt, weder insgesamt noch in spezifischen Organen. Aufgrund dieser Ergebnisse können Dämpfe und Aerosole aus Bitumen nicht als krebserregend für Ratten angesehen werden. Vereinzelt wurden in Nasengängen und Lunge Reizungserscheinungen festgestellt, die auf die Wirkung der Dämpfe zurückzuführen sind.“ (Ende des Zitats des Fraunhofer Instituts)

Der vollständige Bericht wird zurzeit erarbeitet und im Juni dieses Jahres auf einem internationalen Gesundheitssymposium in Dresden vorgestellt, an dem insbesondere auch amerikanische Wissenschaftler teilnehmen werden. Dieses Ergebnis stimmt uns sehr zuversichtlich, dass auch die beiden noch laufenden Studien, an deren Durchführung und Finanzierung der DAV maßgeblich beteiligt ist, ein für uns positives Ergebnis haben werden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die epidemiologische Untersuchung der Internationalen Krebsagentur (IARC) und die so genannte Humanstudie beim Berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA) endgültig alle Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Umgangs mit Bitumen auch für den Menschen beseitigen wird.

Weiterhin ging Herr Rasch auf die kurz bevorstehende Verabschiedung eines Merkblattes zum Einbau von Niedrigtemperatur-Asphalt ein. Herr Prof.-Dr. Peter Reichelt von der Bundesanstalt für Straßenwesen stellte in seinem Vortrag „Temperaturabsenkung - der Weg zur Regelbauweise“ den Weg zu diesem Merkblatt dar. Das Merkblatt bezieht sich auf Walzasphalt und erleichtert den Auftraggebern die Ausschreibung von Asphalt, der bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wird.

Wie notwendig dieses Merkblatt ist, machte Herr Dipl.-Ing. Jürgen Henschel von der Firma Kirchhoff deutlich. Er bedauerte in seinem Vortrag über Innovationen im Straßenbau, dass die Einführung des Einbaus von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen noch immer Probleme bereitet.

Herr Jürgen Sturm, Generalsekretär von EUROBITUME, machte deutlich, dass auch international der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen ein wichtiger Aspekt ist. Er stellte dies als einer der wichtigsten Aufgaben seines Verbandes dar.

Auch in anderen Vorträgen auf den XIII. deutschen Asphalttagen waren Asphalte Thema, die bei abgesenkten Temperaturen eingebaut werden. Ebenso befassten sich zahlreiche Aussteller mit dieser Thematik, von den Lieferanten von Bitumen über die Anbieter von Zusatzmitteln, mit denen die Einbautemperatur abgesenkt werden kann, bis zu den Herstellern von Asphaltmischanlagen und Fertigern, die speziell für Niedrigtemperatur-Asphalt angepasste Anlagen anbieten.

 
 
Januar 2006

Am 11. Oktober 2005 wurde in Slowenien Sasobit-modifizierter Walzasphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut. Um die Möglichkeiten dieser Einbauweise zu demonstrieren wurden auch die Emissionen aus dem Bitumen gemessen. Beim Einbau des Normalasphaltes (168°C) ergaben sich für den Fertigerfahrer 3,8 mg/m³ und für den Bohlenführer 9,4 und 2,7 mg/m³. Der Sasobit modifizierte Asphalt wurde bei 143°C eingebaut und die entsprechenden Expositionen lagen bei 2,8 und 5,1 bzw. 2,7 mg/m³.

Auch der Einbau von Gussasphalt Mitte November 2005 bei abgesenkten Temperaturen auf der A7 in der Nähe von Kassel konnte vom Gesprächskreis sowie von der BASt begleitet werden. Hier wurden Expositionen von deutlich unter 10mg/m³ für Zapfer und Bohlenführer ermittelt, deutlich weniger wie die fast 60 bzw. 40 mg/m³, die im Rahmen der Expositionsbeschreibung für den maschinellen Einsatz von Gussasphalt aufgeführt werden.

Über die Baustellen in Slowenien und auf der A7 wird unter 'Niedrigtemperatur-Asphalt' ausführlicher berichtet.


Dr. Friedrich Pass (EUROVIA), Zvonko Cotic (Primorje),
Karl Iljaz (IMS Adit Oil) und Dr. Thorsten Butz (Sasol Wax GmbH)
(von links)in Kranjska Gora

Auf dem 10. Asphalt- und Bitumen-Kolloquium des slowenischen Asphaltverbandes am 1. und 2. Dezember 2005 in Kranjska Gora war der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen ein zentrales Thema. Mit vier Vorträgen wurden die Technik, die Wirtschaftlichkeit sowie Arbeits- und Umweltschutzaspekte betrachtet (Karl Iljaz: Economic aspects of low temperature asphalts; Dr. Friedrich Pass: Low temperature asphalt – the experinces in Germany; Dr. reinhold Rühl: Laying of low temperature asphalt in urban areas, safety at work and emissions).

 
 

November 2005

Weltweit bereiten sich alle Branchen, die Umgang mit Bitumen haben, auf das Dresdner Symposium 'Health Effects of Occupational Exposure to Emissions from Asphalt/Bitumen' vor (www.acgih.org/events/course/Asphalt.htm). Es wird deutlich, dass die in Deutschland durch den Gesprächskreis begleiteten Studien zu möglichen Gefährdungen durch Emissionen aus Bitumen viele der Themen abdecken, die in Dresden auf der Tagesordnung stehen werden.

In verschiedenen Ländern wurden und werden Messungen der Emissionen aus heißem Bitumen durchgeführt. Bisher ist weder gesichert, ob diese Emissionen eine Gesundheitsgefährdung mit sich bringen, noch, welche Bestandteile der Emissionen ein Problem darstellen könnten. Deshalb haben sich verschiedene Messverfahren entwickelt, die alle lediglich dazu dienen, nationale Grenzwerte zu überwachen.

Um deutlich zu machen, dass die verschiedenen Expositionsdaten die Emissionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschreiben und sich daher ergänzen (und keinesfalls widersprechen) wurden parallele Messungen unter anderem mit dem US-amerikanischen und dem deutschen Messverfahren bei einem Treffen in Frankfurt initiiert. Die ersten Messungen fanden am 17. und 18. November statt, in Dresden wird über die bis dahin vorliegenden Ergebnisse berichtet werden.


Kurz vor der ersten Parallelmessung in Frankfurt (von links):
stehend Anders Englund (Schweden), Tony Kriech (Heritage, USA), Mike Southern (Eurobitume), Jürgen Sturm (EAPA), Kitt Peregrine (Heritage, USA), Christoph Emmel (BG BAU), Dieter Höber (BG BAU), sitzend Jim O´Brien (Ireland), Uwe Musanke (BG BAU), Reinhold Rühl (BG BAU)

 
 
Oktober 2005

Der Termin für das Internationale Bitumen-Symposium steht fest – Vorträge müssen bis Ende Oktober eingereicht werden!

Die internationale Krebsagentur (IARC, eine Organisation der UNO) plant eine Monographie zu Bitumen, wir haben hierauf schon im Dezember 2004 hingewiesen. In IARC-Monographien wird der Stand der internationalen Literatur zur krebserzeugenden Wirkung des jeweils beschriebenen Stoffes zusammengefasst. Die IARC-Monographien haben in allen Ländern der Welt großen Einfluss auf die Einstufung von Stoffen. So wurde Quarzstaub von der MAK-Kommission auf Grund einer IARC-Monographie als krebserzeugend eingestuft.

Auf dem Bitumen-Symposium vom 7. – 8. Juni 2006 in Dresden wird über alle Studien zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Dämpfe und Aerosole berichtet werden. Die Ankündigung des Symposiums und das 'Call for Papers' ist unter www.acgih.org/events/course/Asphalt.htm zu finden

June 7-8, 2006
BG Academy for Occupational Health and Safety
Dresden, Germany

 

September 2005

“Will North America Love Warm Mix?” lautete die Überschrift im Juli-Heft 2004 der Zeitschrift “Better Roads“ in den USA (www.betterroads.com/articles/jun04e.htm). Im Juli 2005 titelte die Southeast Construction: “Warm-Mixasphalt heats up“ (http://southeast.construction.com/features/archive/0507_default.asp) In beiden Beiträgen wird ausführlich über den Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen, der im amerikanischen Warm Mix Asphalt im Gegensatz zum Hot Mix Asphalt genannt wird, berichtet.

Hubbard Construction, eine große Baufirma in den Vereinigten Staaten, treibt den Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen vor allem auf der Basis des Zusatzes von Zeolithen voran. Die von der Firma MHI entwickelte Technik ist für Wayne Evans, der bei Hubbard Construction für den Warm Mix Asphalt zuständig ist, vor allem deshalb so interessant, da sie zu weniger Emissionen und damit Umweltbelastungen führt. Geruchsprobleme beim Einbau von Asphalt sind in den USA immer wieder ein Thema. Aber auch die mit den niedrigeren Emissionen verbundenen Verbesserungen im Arbeitsschutz stehen ganz oben bei den Argumenten für Warm Mix Asphalt. Die in Deutschland ebenfalls sehr wichtige Energieeinsparung spielt in den USA, in denen anscheinend Energie im Überfluss vorhanden ist, keine Rolle. Auch wenn das Kioto-Protokoll für die Bush-Administration kein Thema zu sein scheint, ist die CO2-Einsparung und ein möglicher CO2-Emissions-Handel für Hubbard Construction bereits jetzt relevant und könnte für die Zukunft noch wichtiger werden.

Mit mehreren Testeinbauten, u. a. auf der “World of Asphalt 2004“ www.asphaltinstitute.org/Upload/2004_Fall_Mag_Warm_Mix_Asphalt_Pavements.pdf) sowie ersten Versuchsstrecken versucht Hubbard Construction den Straßenbaubehörden Warm Mix Asphalt näher zu bringen, erläuterte Wayne Evans dem Gesprächskreis BITUMEN in Orlando. In einem Bericht des National Center for Asphalt Technology “Evaluation of Aspha-Min Zeolithe for use in warm asphalt mixes“ (www.eng.auburn.edu/center/ncat/reports/rep05-04.pdf) wird auf die Gebrauchstauglichkeit und die Vorteile dieser Methode verwiesen. Hubbard Construction wird nach Auskunft von Wayne Evans mit weiteren Einbaustrecken noch im Jahr 2005 versuchen, den Straßenbaubehörden in den USA die Vorteile von Warm Mix Asphalt deutlich zu machen, um die Akzeptanz dieser Einbauweise auch in den USA zu fördern. Auf der “World of Asphalt 2006“ befasst sich wieder eine Seminarreihe mit warm mix asphalt (www.worldofasphalt.com/Confinfo/APC/).


Auf der Mitgliederversammlung der BWA (Bitumen Waterproofing Association) Ende September wurde von Dr. Henseleit (vdd) und Dr. Rühl (Gesprächskreis BITUMEN) ein Konzept vorgestellt, mit dem eine bessere Vergleichbarkeit der international vorliegenden Expositionsdaten beim Umgang mit heißem Bitumen erreicht werden kann. Zwar hat der Gesprächskreis hier den größten Pool von Expositionsdaten, allerdings ist das deutsche Messverfahren in anderen Ländern nicht üblich. Auch wird in Frage gestellt, ob die Arbeitsweise der deutschen Dachdecker vergleichbar sind mit denen ihrer europäischen Kollegen. Mit parallelen Messungen nach dem deutschen und dem us-amerikanischen Verfahren in mehreren europäischen Ländern (evtl. auch in den USA) soll die Vergleichbarkeit der Messverfahren und die Ähnlichkeit der Arbeitsverfahren belegt werden.


Mike Southern (Eurobitume), Reinhold Rühl (Gesprächskreis BITUMEN) und Earl W. Arp (Asphalt Institut) auf der Mitgliederversammlung der BWA


Schließlich soll noch auf das Poster “The German BITUMEN Forum – Co-operation in Partnership“ hingewiesen werden, mit dem der Gesprächskreis auf dem XVII. World Congress for Occupational Health and Safety vom 18. – 22. September in Orlando vorgestellt wurde (Download hier).

 

Juli 2005

Auf seiner Jahressitzung 2005 in der TOTAL Raffinerie in Merseburg hat der Gesprächskreis BITUMEN am 11. April die von ihm erarbeiteten Beschreibungen der Expositionen beim Umgang mit heißem Bitumen der neuen Gefahrstoffverordnung angepasst (s. ‚Einsatzgebiete‘). Diese Anpassung war notwendig geworden, da die neue Gefahrstoffverordnung keine TRK-Werte mehr vorsieht und damit der bisherige Grenzwert für Dämpfe und Aerosole bei der Heißverarbeitung entfallen war.

Der Gesprächskreis hat in den letzten Jahren den weltweit größten Datenpool zu Expositionen beim Umgang mit heißem Bitumen ermittelt. Mit den entsprechenden Expositionsbeschreibungen ist es dem Unternehmer möglich, ohne eigene Messungen Aussagen über die Exposition seiner Mitarbeiter treffen zu können.

Mit der Aktualisierung ist der Gesprächskreis in mehrfacher Hinsicht den Zielen der neuen Gefahrstoffverordnung gefolgt. Daher begrüßt Dr. Reiner Arndt, Fachbereichsleiter in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, diese Vorgehensweise auch ausdrücklich:
“Es ist erfreulich, dass der Gesprächkreis BITUMEN so schnell die Intension der neuen Gefahrstoffverordnung aufgegriffen hat. Mit diesen Expositionsbeschreibungen werden Aussagen zu Expositionen eines Stoffes ohne Grenzwert und zu den Schutzmaßnahmen getroffen. Damit hat der Unternehmer Hilfen an der Hand, die Gefährdung der Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu verringern. Positiv ist auch, dass weiterhin Wert auf den Einsatz der Niedrigtemperatur-Asphalte gelegt wird.“

Dr. Reinhold Rühl, Obmann des Gesprächskreises BITUMEN, kündigte an, dass im Hinblick auf ein internationales Symposium im Frühjahr 2006 in Dresden alle Expositionsdaten in einem englischsprachigen Journal publiziert werden. Darüber hinaus sind für Sommer 2005 Parallelmessungen mit der AUVA, der österreichischen allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, nach dem amerikanischen und dem deutschen Probenahmesystem geplant, um so eine bessere Vergleichbarkeit der Messungen mit den internationalen vorliegenden Expositionsdaten zu ermöglichen.

Teilnehmer der Sitzung in Merseburg mit den Obleuten der Arbeitskreise zu den Expositionsbeschreibungen (Frau Dr. Renate Prieß, Chemie BG; sowie die Herren Dipl.-Ing. Kurt Kolmsee, Steinbruchs BG, Dr. Gerd Zoubek, BG Bau und Dr. Uwe Musanke, BG Bau)


Die Fa. Daimler Chrysler AG hat uns gestattet, den Abschlussbericht der in ihrem Auftrag durchgeführten Studie ‚Standardisierte Versuche zum temperatur- und zeitabhängigen Emissionsverhalten von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) aus Bitumen-Schmelzfolien‘ auf unserer Webseite zu veröffentlichen (Projekte). Wir bedanken uns für dieses Entgegenkommen.

Wir möchten Ihnen eine für die Weiterentwicklung des Niedrigtemperatur-Asphaltes sehr wichtige Mitteilung im Juni/Juli-Heft der Zeitschrift ‚Asphalt‘ nicht vorenthalten. Dort ist zu lesen, dass der Präsident der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen, Herr Dr. Jürg Sparmann, anlässlich des 60. Geburtstages von Georg Hagemeier, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie AG und ehemaliger Präsident des DAV, „noch in beider Berufsleben den Niedrigtemperatur-Asphalt als Regelbauweise eingeführt sehen möchte“.

 
März 2005

Die Finanzierung der Humanstudie Bitumen, der vielleicht wichtigsten Studie zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Bitumen, wurde am 17./18. Februar 2005 im Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsmedizin unterzeichnet. Die Humanstudie Bitumen ist eine Weiterführung der Gussasphalter-Studie (s. unter Projekte) und hat zum Ziel, 450 Walz- und Gussasphaltarbeiter sowie Dachdecker vor und nach der Schicht zu untersuchen.

Neben dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, der den überwiegenden Teil der Kosten für dieses Projekt trägt, bzw. für die Gussasphalter-Studie bereits getragen hat, ist auch die Tiefbau-BG an diesem Projekt beteiligt. Darüber hinaus konnte durch Einsatz des Gesprächskreises BITUMEN weitere Unterstützung durch Firmen, Verbände und Berufsgenossenschaften gewonnen werden, die Teilaspekte der Studie mitfinanzieren.
Dabei handelt es sich um die Beratungsstelle für Gussasphaltanwendungen e.V., CONCAWE, den Deutschen Asphaltverband e.V., die European Bitumen Association (Eurobitume), die Firma Aksys GmbH, den Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft und den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerkes e.V. Der projektbegleitende Arbeitskreis hat auf seiner ersten Sitzung am 17./18. Februar nicht nur die Finanzierung beschlossen, er hat sich über den aktuellen Stand der Studie informiert und – vorbehaltlich kleiner Anpassungen, weiteren Untersuchungen zugestimmt. Dabei soll vor allem im Rahmen einer europaweiten Studie der genaue Arbeitsablauf auf Walz- und Gussasphalt- sowie Dachdecker-Baustellen von der Universität Utrecht protokolliert werden. Für eine weitere Versuchsstrecke der Bundesanstalt für Straßenwesen mit Niedrigtemperatur- Asphalt liegen die Ergebnisse der Arbeitsplatzmessungen vor. Im September wurden auf der B 106 bei Hasehäge in der Nähe von Ludwigslust zwei Niedrigtemperatur-Asphalte unter Beobachtung der BASt eingebaut. Der Gesprächskreis hat diesen Einbau messtechnisch begleitet. Die Ergebnisse der Messungen finden Sie unter dem Link ‚Niedrigtemperatur- Asphalt.‘
 

Dezember 2004

Aus aktuellem Anlass beginnen wir diese Informationen mit einer Klarstellung:
In der ARD-Sendung "plusminus" vom 14.12.2004 wurde u.a. über einen an Lungenkrebs erkrankten Dachdecker berichtet (www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=278). Dabei wurde behauptet, dass "damals die Dämpfe aus dem heißen Bitumen, mit dem die Dachdecker die Dachbahnen verkleben und dichten" krebserzeugend waren und, dass diese "Dämpfe voller polychlorierter aromatischer Kohlenwasserstoffe, sogenannter PAK" waren. Schließlich wurde die Frage gestellt "Wie viele Jahre atmete er die giftigen Bitumendämpfe?".
Der Gesprächskreis BITUMEN stellt klar, dass damals Teer verwendet wurde, kein Bitumen. Teer enthält keine polychlorierten sondern polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Dämpfe und Aerosole aus heißem Bitumen sind auch nicht als giftig eingestuft.
Im Sachstandsbericht (s. unter Download) wird auf den Unterschied zwischen Teer und Bitumen eingegangen.
Am 20. und 21. September informierte sich eine internationale Delegation über die Arbeiten zu Bitumen in Deutschland, insbesondere über die Human-Bitumen-Studie des BGFA. Es wurde über die in den USA und in Europa laufenden Projekte zur Abklärung möglicher Gesundheitsgefahren durch Dämpfe und Aerosole aus Bitumen sowie die Entscheidungswege für Einstufungen und Grenzwerte in den verschieden Ländern diskutiert.
Das Bild zeigt die Teilnehmer am Erfahrungsaustausch (jeweils von links nach rechts):

Hinten: Dr. Hans-Peter Rihs (BGFA),
Dr. Reinhold Rühl (Obmann des Gesprächskreis BITUMEN) und Dr. Boleslaw Marczynski (BGFA)

Mitte: Dr. Jim Melius (NYS Laborers´ Tri-Funds, USA), Dr. Anders Englund (Bykhälsen, Schweden), Dr. Monika Raulf-Heimsoth (BGFA, Leiterin der Human-Bitumen-Studie), Dr. Heiko Käfferlein (BGFA)


Vorne: Jim O´Brien (Fa, CRH, Irland),
R. Gary Fore (Vice-President der NAPA,USA)

Die internationale Krebsagentur (IARC, eine Organisation der UNO) plant eine Monographie zu Bitumen. In solchen Monographien wird der Stand der internationalen Literatur zur krebserzeugenden Wirkung des jeweils beschriebenen Stoffes zusammengefasst. Die IARC-Monographien haben in allen Ländern der Welt großen Einfluss auf die Einstufung von Stoffen. So wurde Quarzstaub von der MAK-Kommission auf Grund einer IARC-Monographie als krebserzeugend eingestuft.

Auf der Jahrestagung der europäischen Gussasphaltvereinigung hat Knut Soraas, Generaldirektor von EUROBITUME, die Bedeutung der IARC-Monographien sowie die geplanten IARC-Monographie zu Bitumen erläutert. Wir bieten Ihnen Unterlagen zum Vortrag vor Knut Soraas in Deutsch, Englisch und Französisch ) sowie die Folien mit Erläuterungen in Englisch an. Zur IARC bietet das Asphaltinstitut in den USA interessante Informationen (www.asphaltinstitute.org/ai_pages/iarc/).
Auf dieser Jahrestagung wurde auch über die deutschen Entwicklungen zum Niedrigtemperatur-Gussasphalt in Deutschland berichtet, sowie über einen französischen Niedrigtemperatur-Gussasphalt. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Gussasphalt der zur Abdichtung eingesetzt wird, nicht um einen Straßenbelag. Schließlich wurde über die ersten erfolgreichen Einsätze einer Gussasphalt Pumpe berichtet.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen begleitet den Einbau von Niedrigtemperatur-Asphalt und beobachtet die entsprechenden Strecken über mehrere Jahre. Im Juni wurden auf der A7 nördlich von Hamburg gleich mehrere Niedrigtemperatur-Asphalte unter Beobachtung der BASt eingebaut. Der Gesprächskreis hat diesen Einbau messtechnisch begleitet. Die Ergebnisse dieser Arbeitsplatzmessungen finden Sie unter Niedrigtemperatur-Asphalt.

Zur abgeschlossenen Gussasphalter-Studie ist in der Zeitschrift "Tiefbau" der Tiefbau-Berufsgenossenschaft ein Artikel erschienen, der mit Einzelheiten der Studie vertraut macht. Unter Projekte und Gussasphalter-Studie finden Sie diesen Beitrag.

 
August 2004
Vom 12. - 14. Mai 2004 fand in Wien der 3. Eurasphalt & Eurobitume Kongress statt. 29 Vorträge bildeten die Technical Sessions. Alle anderen der insgesamt 229 akzeptierten Papiere wurden von Moderatoren zusammenfassend vorgetragen. In einem der drei Vorträge deutscher Autoren wurde über den Gesprächskreis BITUMEN berichtet. Unter www.eecongress.org können die Zusammenfassungen der Vorträge eingesehen werden. Die Folien des Vortrages zum Gesprächskreis BITUMEN können Sie hier herunterladen (Download)

Wir haben Ihnen die Ergebnisse einer Studie zur möglichen Belastung durch polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Kontakt mit kaltem Bitumen unter "Projekte" eingestellt. Vereinfacht ausgedrückt wurde bei dieser Studie allerdings nur ermittelt, wer von den Untersuchten Raucher war. Eine Belastung durch polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe durch den Kontakt mit kaltem Bitumen konnte nicht festgestellt werden.

Die Beispiele für Baustellen, auf denen Niedrigtemperatur-Asphalt eingebaut wurde, konnte um den Einbau von Niedrigtemperatur-Gussasphalt auf der A5 am Bad Homburger Kreuz erweitert werden. Auch die Einbauten mehrerer Niedrigtemperatur-Asphalte auf der A7 nördlich von Hamburg konnten vom Gesprächskreis messtechnisch begleitet werden, es liegen allerdings noch keine Ergebnisse vor.

Die europäische epidemiologische Studie zur Häufigkeit von Krebserkrankungen bei "Bitumenarbeitern" wird jetzt durch eine Fall-Kontroll-Studie fortgesetzt. Unter "Projekte" finden Sie aktuelle Informationen zu diesen Studien.

Eine dringende Bitte an Firmen, die Gussasphalt- oder Walzasphaltarbeiten durchführen (Normal- nicht Niedrigtemperatur-Asphalt) bzw. Heißbitumen vergießen. Nennen Sie uns Baustellen, auf denen die Beschäftigten im Rahmen der Human-Bitumen-Studie untersucht werden können. Näheres finden Sie unter "Projekte", Human-Bitumen-Studie.

April 2004

Der Gesprächskreis BITUMEN hat auf seiner Sitzung am 23. März 2004 das Angebot des Straßen- und Tiefbaugewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes begrüßt, einen Web-Auftritt auf den Seiten der Bundesfachgruppe einzurichten.
Damit sollen die vielfältigen Informationen des Gesprächskreises über Bitumen, seine Anwendungen und die damit zusammenhängenden Aspekte verfügbar gemacht werden.
Wir werden hier aber nicht nur Abschluss- und Zwischenberichte zahlreicher vom Gesprächskreis BITUMEN koordinierter Studien vorstellen, sondern auch über aktuelle Entwicklungen berichten, viele Einbaumaßnahmen von Niedrigtemperatur-Asphalt begleiten und regelmäßig neue Materialien zum Thema zu Verfügung stellen.
Auf den XII. Deutschen Asphalttagen im Januar 2004 hat der Obmann des Gesprächskreises einen Vortrag über den Gesprächskreis gehalten, in dem die Entwicklung dargelegt und ein Blick in die Zukunft gewagt wird. Eine Vorstellung des Gesprächskreises finden Sie hier (download).

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