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August 2010 Im Heft
Juli/August der Zeitschrift Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft sind
zahlreiche Artikel zu den Arbeiten des Gesprächskreises BITUMEN
erschienen. So werden die internationalen Aktivitäten von den ausländischen
Kollegen beschrieben, die Expositionsbeschreibungen werden erläutert,
die Wirtschaftlichkeit der temperaturabgesenkten Asphaltbauweise wird
dargestellt und anhand von Bitumen werden einzelne Schritte von REACH
diskutiert. Dr. Helmut Klein, Referatsleiter Gefahrstoffe im Bundesministerium
für Arbeit und Soziales sieht im Editorial dieses Heftes die Arbeiten
des Geschprächskreises sehr positiv und endet mit den Sätzen
"Ich wünsche mir, dass die vorgestellten Initiativen des Gesprächskreises
BITUMEN andere Verbände und Institutionen anregen, ihre Gefahrstoffprobleme
in ähnlicher Weise aufzugreifen und zu lösen. BMAS und AGS
warten auf Ihre Vorschläge!" |
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| November 2009 Der Gesprächskreis BITUMEN hat von Beginn an den Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen gefördert. Diese Bauweise ist inzwischen Stand der Technik beim Einbau von Gussasphalt. Bei Walzasphalt lässt sich diese Technik ebenso einsetzen und wird inzwischen in vielen Ländern erprobt bzw. auch schon regelmäßig eingesetzt. Um diese für Arbeits- und Umweltschutz positive Technik auch in Deutschland weiter voran zu bringen hat ein Arbeitskreis “Förderung des Einbaus von temperaturabgesenkten Asphalten“ im Gesprächskreis BITUMEN einen Sachstandsbericht “Temperaturabgesenkte Asphalte“ herausgebracht. Dieser Sachstandsbericht ergänzt den DAV-Leitfaden “Temperaturabgesenkte Asphalte“, der sich mehr den technischen Fragen dieser Einbauweise widmet (www.asphalt.de).
Der Sachstandsbericht
“Temperaturabgesenkte Asphalte“ des Gesprächskreises
ist hier herunterzuladen. |
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| Oktober 2009 Auf der Sitzung 2009 des Gesprächskreises BITUMEN bei der Joseph Vögele AG in Mannheim wurden die Ergebnisse der Humanstudie Bitumen bekanntgegeben. Vor 80 Fachleuten aus Europa und den USA präsentierten Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Ergebnisse der von Prof. Monika Raulf-Heimsoth geleiteten Untersuchungen an 500 Arbeitern. Bei den untersuchten Gussasphaltarbeitern wurden unauffällige Lungenfunktionsbefunde auch nach der Schicht sowie Atemwegsreizungen festgestellt.
Da Gussasphalt seit 2008 nur noch temperaturabgesenkt eingebaut wird, existieren solch hohen Belastungen der Beschäftigten nicht mehr.
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| Juli 2009 Arbeitsminister Banzer will temperaturabgesenkten Asphalt fördern Lokalpatriotismus, vor allem aber die nicht nur aus Sicht des Arbeitsschutzes offen¬sichtlichen Vorteile der temperaturabgesenkten Asphaltbauweise haben das hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit bewogen, zu einer Pressekonferenz auf dem Gelände der Asphaltmischanlage der Fa. W. Schütz GmbH & Co. KG in Oberursel-Weißkirchen einzuladen. Firmeninhaber Herr Ottmar Schütz begrüßte neben Minister Jürgen Banzer die zahlreichen Gäste und wies darauf hin, dass die Fa. Schütz schon Anfang der 90er Jahre begann, die Verarbeitbarkeit des Asphaltes mit Hilfe von Additiven zu verbessern. Dies ermöglicht auch eine Absenkung der Einbautemperatur bei weiter guter Verarbeitbarkeit. Eine Absenkung der Einbautemperatur um 10°C verringert aber die Emissionen um etwa die Hälfte. Zudem wird bei der Asphaltproduktion Energie eingespart, weniger CO2 ausgestoßen und die Verformbarkeit der Straßenoberfläche verringert. Nach einigen Testflächen wurde u.a. die Zufahrt zum wichtigsten Werkstor der damaligen Hoechst AG von der Fa. Schütz temperaturabgesenkt gebaut: „Wenn ich mir nicht sicher gewesen wäre, dass es funktioniert, hätte ich diese extrem belastete Straße nicht temperatur¬abgesenkt gebaut“.
Herr Schütz machte deutlich, dass auch andere Firmen ähnliche Techniken entwickelt haben und erwähnte hier vor allem die Fa. MHI, die Zeolithe als Additive bei Walzasphalt verwendet. Inzwischen hat man zehn Jahre Erfahrung mit dem Produkt, dessen Auskühlzeit sich durch die niedrige Temperatur verkürzt. Dieser Effekt wurde bei der Erneuerung einer Landebahn des Frankfurter Flughafens eingesetzt. „Damals konnten die Arbeiter erst ab 22 Uhr mit der Arbeit beginnen und mussten um 5 Uhr fertig sein“, stellte Herr Schütz fest. „Bereits am gleichen Tag konnten die Jets wieder landen.“ Die Bitte von Herrn Schütz, das Ministerium möge doch den temperaturabgesenkten Einbau von Walzasphalt unterstützen, griff Minister Jürgen Banzer auf „Deshalb bin ich doch hier“. Der Minister wies darauf hin, dass jeder Autofahrer die Einbaukolonnen kennt, die im Sommer bei großer Hitze mit freiem Oberkörper den heißen Asphalt einbauen. Daher erscheint es ihm nur folgerichtig, die Einbautemperatur abzusenken. Wenn dabei zahlreiche weitere Vorteile genutzt werden können, spreche dies doch eindeutig für diese Technik. Den von Herrn Schütz genannten Vorteilen dieser innovativen Technik fügte Herr Banzer noch die Möglichkeit hinzu, den Verkehr wieder schneller fließen zu lassen. „Der Arbeits¬schutz ist hier somit Wegbereiter des Klimaschutzes und erreicht zugleich eine höhere Wirtschaftlichkeit“ erläuterte der Minister. Herr Minister Banzer, der früher Landrat des Hochtaunuskreises war, in dem die Mischanlage liegt, will seinen hessischen Verkehrsministerkollegen Posch auffordern, bei Ausschreibungen die temperaturabgesenkte Bauweise stärker zu berücksichtigen. Dr. Reinhold Rühl wies für den Gesprächskreises BITMEN darauf hin, dass diese innovative Technik derzeit in ihrem Ursprungsland weniger diskutiert wird als im Ausland. Auf einem Kongress in den USA stellte der Vertreter der texanischen Strassenbaubehörde 2008 vor über 700 internationalen Zuhörern fest „We are the leader state of Warm-Mix Asphalt“. Dabei waren Vertreter amerikanischer Straßenbaubehörden erst vor 2 Jahren im Asphaltmischwerk Weißkirchen und haben von Herrn Schütz gelernt, wie diese Technik funktioniert. Und in Deutschland? In den letzten beiden Wochen wurde auf Hinweis der staatlichen Arbeitsschützer und der BG BAU im 4 km langen Eisenbahntunnel bei Schlüchtern Walzasphalt temperaturabgesenkt eingebaut. Die schon erwähnten Start- und Landebahnen, an Wochenenden immer wieder kleinere Strecken damit eine schnellere Verkehrsfreigabe erfolgen kann, dies alles sind erfolgreiche Einbauten. Es fehle aber der Durchbruch, größere Strecken mit temperaturabgesenktem Walzasphalt.
Im Anschluss an diese Statements demonstrierte die Fa. Schütz den Einbau von Gussasphalt, wobei Minister Banzer selbst Hand anlegte. Da die Sonne schien und es sehr warm war an diesem Tag, war für Alle offensichtlich, dass der temperaturabgesenkte Gussasphalt (er hatte eine Temperatur von 199°C!!) eine Erleichterung für die Beschäftigten darstellt. Beim Besuch des Asphaltlabors war der Minister von den vielen Prüfgeräten, insbesondere dem "Spurrillentestgerät" beeindruckt. Die Möglichkeit, Asphalt einzufärben gefiel ihm "Das könnte ich mir vor meinem Haus auch vorstellen". |
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November 2008 Vom 11.
– 13. November fand in Nashville, Tennessee, die 'International
Conference on Warm-Mix Asphalt’ statt. In zahlreichen Vorträgen
wurde über die verschiedenen Techniken des Mit Richard
Mansfeld (Voigtsgrüner Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG) und
Reinhold Rühl Diese
Konferenz fand nicht in Deutschland statt, dem Land, das diese Technologie
entwickelt hat, sondern in den USA. Begriffe wie “Green highways“,
“Better than before”, ”Next level of Webseiten (www.warmmixasphalt.com oder www.greenhighways.org), griffige Begriffe (Warm-Mix Asphalt für den Einbau bei abgesenkten Temperaturen statt Hot-Mix Asphalt), Integrierung des Umwelt- und Arbeitsschutzes – die Amerikaner demonstrieren eindrucksvoll, wie eine Idee vorangebracht werden kann. Und Deutschland? Wiederholt sich die MP3-Story, dass eine Technik in Deutschland entwickelt, aber vom Ausland vermarktet wird? Lassen sie dem Vorsprung Deutschlands bei der Entwicklung der Technologie einen Vorsprung in der Anwendung dieser Technik folgen. Lassen Sie Deutschland Vorreiter bleiben auch beim Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen. Betonen Sie immer wieder die Vorteile dieser Bauweise, die energiesparenden und umweltfreundlichen Aspekte (zudem eine schnellere Verkehrsfreigabe, geringere Alterung des Bindemittels, kaum noch Belastungen der Arbeitnehmer, …). Weisen Sie immer wieder auf die im Oktober vorgestellte Webseite hin mit der Liste der Baustellen, auf denen Asphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wurde. Verbessern
Sie die Berechnungsgrundlagen dieser Webseite durch Erfahrungen an Ihrer
Mischanlage, Erweitern Sie die Beispiele um Ihre Baustelle, lassen Sie
Ihre Kollegen von Ihren Erfahrungen profitieren und weisen sie Auftraggeber
auf diese Webseite hin. |
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| Oktober 2008 Nach einiger
Vorbereitungszeit bietet der Gesprächskreis BITUMEN auf seiner
Webseite eine Liste der Baustellen an, auf
denen Asphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wurde. Dabei werden
nicht nur die Baustelle, die ausführende Firma und das den Asphalt
liefernde Mischwerk angegeben, sondern auch die Einbautemperatur und
die Exposition der Beschäftigten. Neben diesen harten Fakten werden
auch Die Grundlagen zur Berechnung dieser Angaben sind ebenfalls auf der Webseite verfügbar. Diese Berechnungen beruhen auf entsprechenden Abschätzungen, die von vielen Stellen angestellt wurden. Es sind Alle aufgerufen, zur Verbesserung dieser Berechnungen beizutragen. Vor allem
sollten die Beispiele um weitere Baustellen erweitert werden, lassen
Sie Ihre Kollegen von Ihren Erfahrungen profitieren und weisen sie Auftraggeber
auf diese Webseite hin. |
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| Mai 2008
Mike Acott,
Präsident des amerikanischen Asphaltverbandes NAPA, wurde in Daher gibt es in den USA eine sehr große Nachfrage zum "Warm Mix Asphalt" bei den Straßenbaufirmen. Es wurde eine eigene Webseite geschaltet www.warmmixasphalt.com.
Harry Roos (VBW-Asphalt, Niederlande) ging bei seinem Überblick über die zum Thema Temperaturabsenkung eingereichten Beiträge auch auf das in einem deutschen Papier aufgeführte Argument ein, dass erst nach 15 Jahren Liegezeit ein endgültiges Urteil über den bei niedrigeren Temperaturen eingebauten Asphalt gefällt werden könne. Man solle doch mehr Vertrauen in die verschiedenen Tests haben, die alle zeigen, dass die Eigenschaften dieses Asphaltes zumindest so gut sind wie beim konventionellen Asphalt. Herr Roos fragte, wozu diese Tests durchgeführt werden, wenn man ihnen nicht vertraut?
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| Anfang
Mai 2008 waren Vertreter des DAV, der bga und der BG BAU bei nationalen
deutschen REACH-Helpdesk, um über die Konsequenzen einer eventuellen
Nichtregistrierung des Einsatzes von Bitumen im Gussasphalt zu diskutieren.
Die Vertreter des nationalen deutschen REACH-Helpdesk empfahlen, weiterhin
mit Eurobitume zu verhandeln, damit die Bitumenhersteller auch den Einsatz
von Bitumen im Gussasphalt registrieren. Sollte dies aber wirklich nicht
erfolgen, könnten die Betreiber von Mischanlagen Gussasphalt herstellen,
wenn sie belegen können, dass die Expositionen beim Einbau von Gussasphalt
nicht höher sind, wie bei einer registrierten Anwendung. Für
diesen Nachweis wäre der im April 2008 erwähnte Statusbericht
der BG BAU ausreichend. Die
Gespräche mit Eurobitume werden fortgesetzt, da auch die Frage
des nach REACH festzulegenden Grenzwertes (DNEL) noch offen ist. |
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April 2008 In den letzten Monaten bestimmte die europäische REACH-Verordnung die Bitumen-Diskussionen. Eurobitume plant derzeit, den Bitumenherstellern zu empfehlen, Bitumen unter REACH mit einer maximalen Einsatztemperatur von 200°C zu registrieren. Damit wäre der Einbau von Gussasphalt nicht mehr möglich, auch nicht bei Temperaturen bis 230°C. In einem Statusbericht „Exposure to vapours and aerosols during laying of mastic asphalt („Gussasphalt“) using temperature reducing organic additives” hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft erläutert, dass die Expositionen beim Einsatz von Gussasphalt bei Temperaturen bis 230°C in der gleichen Größenordnung liegen wie beim Einbau von Walzasphalt. Dieser Statusreport wurde an Eurobitume gesandt. Für
diesen Statusbericht wurde die Expositionsbeschreibung zum Einbau
von Walzasphalt aktualisiert. Die Expositionsbeschreibungen zum
Einbau von Gussasphalt werden derzeit vom zuständigen Arbeitskreis
den neuen Bedingungen angepasst. |
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Februar 2008 Auf den XIV. Deutschen Asphalttagen am 14. und 15. Februar 2008 in Berchtesgaden stand der Einbau von Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen im Mittelpunkt zahlreicher Beiträge. Herr Dipl.-Ing. Franz Voigt, Präsident des Deutschen Asphalt Verbandes, wies in seiner Begrüßung auf die intensive Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hin, die gezeigt hat, dass ein Einbau von Gussasphalt mit Expositionen unter 10 mg/m³ Dämpfe und Aerosole aus Bitumen möglich ist.
Beim Gussasphalteinbau
ist die Temperaturabsenkung für Prof. Radenberg generell notwendig,
beim Einbau von Walzasphalt sollten temperaturabsenkende Zusätze
u. a. eingesetzt werden zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit bei Schließlich ging auch Herr Dr.-Ing. Berthold Schäfer (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Berlin) in seinem Vortrag “REACH - Was kommt auf die Asphaltindustrie zu?“ auf die seit Jahren vom Gesprächskreis BITUMEN geförderte Technologie ein. Laut Herrn Dr. Schäfer machen die Messungen der BG BAU deutlich, dass die Expositionen gegenüber Dämpfe und Aerosole aus Bitumen beim Einbau von Gussasphalt mit temperaturabsenkenden Zusätzen = 230 °C nahezu identisch sind mit den Expositionen beim Einbau von konventionellem Walzasphalt. Damit dürfte einer Registrierung von Bitumen im Rahmen von REACH mit einer Anwendungstemperatur bis 230 °C nichts mehr im Wege stehen. Wie so
oft in dieser Rubrik kann auch dieses Mal auf eine Veröffentlichung
in den USA zum Thema temperaturabgesenkter Asphalt (dort Warm Mix Asphalt
genannt) hingewiesen werden. |
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Januar 2008 Im Dezember-Heft 2007 wurde unter der Überschrift "Ab 2008 nur noch Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen" (hier herunter zu laden) noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass nach über sieben Jahren die Übergangszeit endet, die der Ausschuss für Gefahrstoffe bzw. das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die hohen Expositionen beim Einbau von konventionellem Gussasphalt gewährt hatte. In der Vergangenheit wurden bei entsprechenden Baustellen unter Hinweis auf diese Aussetzung des Grenzwertes bzw. diese Übergangsregelung auch extreme Expositionssituationen toleriert. Ab 2008 werden diese Arbeitsplätze im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung betrachtet wie jeder andere Umgang mit heißem Bitumen. Da dieser Termin auch im Rahmen des neuen europäischen Chemikalienrechtes REACH von großer Bedeutung ist, hat die Zeitschrift asphalt unter der Überschrift ‚Zum Stand der Technik erklärt - Ab 2008 nur noch Gussasphalt bei abgesenkten Temperaturen’ einen ähnlichen Artikel veröffentlich. In den
USA ist der Einbau von Walzasphalt weiterhin ein großes Thema.
Zwei Artikel in der neuesten Zeitschrift des amerikanischen Asphalt-Institute
befassen sich mit diesem Thema: |
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Mai 2007 Vom 23. – 25. Mai 2007 besuchte eine 15-köpfige amerikanische Delegation Deutschland, um sich über den Einbau von Asphalten bei abgesenkten Temperaturen zu informieren. In einem Artikel der Zeitschrift Asphalt hatte das amerikanische Asphalt-Institut (Asphalt steht in den USA für Bitumen) zuvor den Stand der Kenntnis in den USA über Warm Mix Asphalt (WMA, die amerikanische Bezeichnung für Asphalt, der bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wird) dargestellt. In den USA untersucht eine WMA Technical Working Group die Möglichkeiten dieser Technik. Unter www.warmmixasphalt.com sind Ergebnisse dieser Gruppe zu finden. Die amerikanische Delegation wurde geleitet von Herrn John A. D´Angelo (Federal Highway Administration, Washington) und setzte sich zusammen aus Vertretern amerikanischer Straßenbauverwaltungen und Transportbehörden, des amerikanischen Asphaltverbandes und verschiedener Firmen. Über eineinhalb Tage wurde den amerikanischen Gästen der Stand der Technik zum Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen erläutert. Dabei wurden auch die gesundheitlichen Aspekte vorgetragen. Herr Dr. Reinhold Rühl vom Gesprächskreis BITUMEN konnte anhand vieler Expositionsdaten erläutern, dass beim Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen die Belastung der Beschäftigten drastisch abgesenkt wird, insbesondere beim Gussasphalt. Wie alle Beiträge wurde auch dieser Vortrag von den amerikanischen Gästen ausführlich diskutiert. Dabei zeigten Sie sich insbesondere davon beeindruckt, dass im Gesprächskreis Straßenbauer und Dachdecker gut zusammenarbeiten. Zwischen diesen beiden Gruppen gibt es in den USA nur wenige Kontakte. Am 25. Mai wurde eine Teststrecke auf der A1 zwischen den Abfahrten Bad Münster Eifel und Wißkirchen besichtigt. Dort liegen je 500 Meter konventioneller Gussasphalt sowie mit unterschiedlichen Zusätzen hergestellte Asphalte, die bei abgesenkten Temperaturen eingebaut worden waren.
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| April
2007 Ende Februar 2007 fanden im BGFA, dem berufsgenossenschaftlichen Arbeitsinstitut für Arbeitsmedizin in Bochum, die Sitzungen des Gesprächskreises BITUMEN sowie des Begleitkreises zur Humanstudie Bitumen statt. Die Humanstudie Bitumen wird Ende 2007 abgeschlossen sein. Die Auswertung der sehr vielen dabei erhaltenen Daten wird mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Der Gesprächskreis
BITUMEN diskutierte den aktuellen Stand der Studien zu Bitumen sowie
die Veröffentlichung der dabei erhaltenen Daten in englischsprachigen
Journalen. Das wichtigste Ergebnis der Sitzung war jedoch ein Beschluss,
mit dem der Gesprächskreis seine Zusagen an den Ausschuss für
Gefahrstoffe und das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
einlöste. Mit nur zwei Enthaltungen wurde beschlossen, dass der
Gesprächskreis ab 2008 die Aussagen in den Expositionsbeschreibungen
für Gussasphaltarbeiten umsetzt. Dort heißt es:
Weiterhin
wurde beschlossen, dass die Gussasphaltarbeiter auch in Zukunft intensiv
arbeitsmedizinisch betreut werden. Die Auswertungen zur ersten Untersuchung
der Gussasphaltarbeiter werden demnächst im Zentralblatt für
Arbeitsmedizin veröffentlicht werden. |
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| August
2006
Das von der deutschen und der amerikanischen MAK-Kommission organisierte Bitumen Health Symposium am 7. und 8. Juni 2006 in Dresden hat die Arbeiten des Gesprächskreises in den erten Monaten des Jahres bestimmt. Auf dem Symposium wurde die erfolgreiche Arbeit des Gesprächskreises BITUMEN bestätigt. Insgesamt 7 der 18 Vorträge befassten sich mit Projekten, die der Gesprächskreis initiiert und begleitet hat. Weiterhin wurde in 4 Postern über Projekte des Gesprächskreises berichtet. Die Titel
und Kurzfassungen der Vorträge und Poster des Bitumen Symposiums
in Dresden sind auf der Webseite der ACGIH
einzusehen. Der Gesprächskreis BITUMEN hat auf dem Symposium seinen neuen Sachstandsbericht in deutscher und englischer Fassung vorgelegt. Beide Versionen können auf der Webseite herunter geladen werden. Der Gesprächskreis wird seine Webseite auch in englischer Sprache anbieten. Dazu werden die Expositionsbeschreibungen sowie andere Berichte ins englische übersetzt. Die englische Webseite wird vermutlich im Oktober 2006 verfügbar sein. Am 29.
September trafen sich in Brüssel Vertreter amerikanischer und europäischer
Verbände und Institutionen, deren Mitglieder Umgang mit Bitumen
haben. Es wurde die Frage diskutiert, wie es nach dem internationalen
Bitumen Health Symposium im Juni in Dresden weitergeht, um für
die geplante IARC-Monographie zu Bitumen eine optimale Datenbasis zu
schaffen. Darüber hinaus wurde diskutiert, in wie weit die Bitumenindustrie
durch die neue europäische Chemikalienpolitik – Stichwort
REACH – gefordert ist. |
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| Februar 2006 Vom 1. – 3. Februar 2006 fanden in Berchtesgaden die XIII. Deutschen Asphalttage statt. Schon in der Ankündigung im Berchtesgadener Anzeiger wurden auf für den Arbeitsschutz wichtige Themen aufmerksam gemacht (“Von Niedrigtemperatur-Asphalt und lärmmindernden Straßenbelägen“). Der Präsident des DAV, Herr Georg Rasch, konnte in seiner Eröffnungsrede die Mitglieder des Verbandes auf ein wichtiges Ergebnis einer Studie aufmerksam machen:
Weiterhin ging Herr Rasch auf die kurz bevorstehende Verabschiedung eines Merkblattes zum Einbau von Niedrigtemperatur-Asphalt ein. Herr Prof.-Dr. Peter Reichelt von der Bundesanstalt für Straßenwesen stellte in seinem Vortrag „Temperaturabsenkung - der Weg zur Regelbauweise“ den Weg zu diesem Merkblatt dar. Das Merkblatt bezieht sich auf Walzasphalt und erleichtert den Auftraggebern die Ausschreibung von Asphalt, der bei abgesenkten Temperaturen eingebaut wird. Wie notwendig dieses Merkblatt ist, machte Herr Dipl.-Ing. Jürgen Henschel von der Firma Kirchhoff deutlich. Er bedauerte in seinem Vortrag über Innovationen im Straßenbau, dass die Einführung des Einbaus von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen noch immer Probleme bereitet. Herr Jürgen Sturm, Generalsekretär von EUROBITUME, machte deutlich, dass auch international der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen ein wichtiger Aspekt ist. Er stellte dies als einer der wichtigsten Aufgaben seines Verbandes dar. Auch in
anderen Vorträgen auf den XIII. deutschen Asphalttagen waren Asphalte
Thema, die bei abgesenkten Temperaturen eingebaut werden. Ebenso befassten
sich zahlreiche Aussteller mit dieser Thematik, von den Lieferanten
von Bitumen über die Anbieter von Zusatzmitteln, mit denen die
Einbautemperatur abgesenkt werden kann, bis zu den Herstellern von Asphaltmischanlagen
und Fertigern, die speziell für Niedrigtemperatur-Asphalt angepasste
Anlagen anbieten. |
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| Januar
2006
Am 11. Oktober 2005 wurde in Slowenien Sasobit-modifizierter Walzasphalt bei abgesenkten Temperaturen eingebaut. Um die Möglichkeiten dieser Einbauweise zu demonstrieren wurden auch die Emissionen aus dem Bitumen gemessen. Beim Einbau des Normalasphaltes (168°C) ergaben sich für den Fertigerfahrer 3,8 mg/m³ und für den Bohlenführer 9,4 und 2,7 mg/m³. Der Sasobit modifizierte Asphalt wurde bei 143°C eingebaut und die entsprechenden Expositionen lagen bei 2,8 und 5,1 bzw. 2,7 mg/m³. Auch der Einbau von Gussasphalt Mitte November 2005 bei abgesenkten Temperaturen auf der A7 in der Nähe von Kassel konnte vom Gesprächskreis sowie von der BASt begleitet werden. Hier wurden Expositionen von deutlich unter 10mg/m³ für Zapfer und Bohlenführer ermittelt, deutlich weniger wie die fast 60 bzw. 40 mg/m³, die im Rahmen der Expositionsbeschreibung für den maschinellen Einsatz von Gussasphalt aufgeführt werden. Über die Baustellen in Slowenien und auf der A7 wird unter 'Niedrigtemperatur-Asphalt' ausführlicher berichtet.
Auf dem 10. Asphalt- und Bitumen-Kolloquium des slowenischen Asphaltverbandes am 1. und 2. Dezember 2005 in Kranjska Gora war der Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen ein zentrales Thema. Mit vier Vorträgen wurden die Technik, die Wirtschaftlichkeit sowie Arbeits- und Umweltschutzaspekte betrachtet (Karl Iljaz: Economic aspects of low temperature asphalts; Dr. Friedrich Pass: Low temperature asphalt – the experinces in Germany; Dr. reinhold Rühl: Laying of low temperature asphalt in urban areas, safety at work and emissions). |
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| November 2005 Weltweit bereiten sich alle Branchen, die Umgang mit Bitumen haben, auf das Dresdner Symposium 'Health Effects of Occupational Exposure to Emissions from Asphalt/Bitumen' vor (www.acgih.org/events/course/Asphalt.htm). Es wird deutlich, dass die in Deutschland durch den Gesprächskreis begleiteten Studien zu möglichen Gefährdungen durch Emissionen aus Bitumen viele der Themen abdecken, die in Dresden auf der Tagesordnung stehen werden. In verschiedenen Ländern wurden und werden Messungen der Emissionen aus heißem Bitumen durchgeführt. Bisher ist weder gesichert, ob diese Emissionen eine Gesundheitsgefährdung mit sich bringen, noch, welche Bestandteile der Emissionen ein Problem darstellen könnten. Deshalb haben sich verschiedene Messverfahren entwickelt, die alle lediglich dazu dienen, nationale Grenzwerte zu überwachen. Um deutlich zu machen, dass die verschiedenen Expositionsdaten die Emissionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschreiben und sich daher ergänzen (und keinesfalls widersprechen) wurden parallele Messungen unter anderem mit dem US-amerikanischen und dem deutschen Messverfahren bei einem Treffen in Frankfurt initiiert. Die ersten Messungen fanden am 17. und 18. November statt, in Dresden wird über die bis dahin vorliegenden Ergebnisse berichtet werden.
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| Oktober
2005
Der Termin für das Internationale Bitumen-Symposium steht fest – Vorträge müssen bis Ende Oktober eingereicht werden! Die internationale Krebsagentur (IARC, eine Organisation der UNO) plant eine Monographie zu Bitumen, wir haben hierauf schon im Dezember 2004 hingewiesen. In IARC-Monographien wird der Stand der internationalen Literatur zur krebserzeugenden Wirkung des jeweils beschriebenen Stoffes zusammengefasst. Die IARC-Monographien haben in allen Ländern der Welt großen Einfluss auf die Einstufung von Stoffen. So wurde Quarzstaub von der MAK-Kommission auf Grund einer IARC-Monographie als krebserzeugend eingestuft. Auf
dem Bitumen-Symposium vom 7. – 8. Juni 2006 in Dresden wird über
alle Studien zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Dämpfe
und Aerosole berichtet werden. Die Ankündigung des Symposiums und
das 'Call for Papers' ist unter www.acgih.org/events/course/Asphalt.htm
zu finden |
June
7-8, 2006 |
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September 2005 “Will
North America Love Warm Mix?” lautete die Überschrift im
Juli-Heft 2004 der Zeitschrift Hubbard Construction, eine große Baufirma in den Vereinigten Staaten, treibt den Einbau von Asphalt bei abgesenkten Temperaturen vor allem auf der Basis des Zusatzes von Zeolithen voran. Die von der Firma MHI entwickelte Technik ist für Wayne Evans, der bei Hubbard Construction für den Warm Mix Asphalt zuständig ist, vor allem deshalb so interessant, da sie zu weniger Emissionen und damit Umweltbelastungen führt. Geruchsprobleme beim Einbau von Asphalt sind in den USA immer wieder ein Thema. Aber auch die mit den niedrigeren Emissionen verbundenen Verbesserungen im Arbeitsschutz stehen ganz oben bei den Argumenten für Warm Mix Asphalt. Die in Deutschland ebenfalls sehr wichtige Energieeinsparung spielt in den USA, in denen anscheinend Energie im Überfluss vorhanden ist, keine Rolle. Auch wenn das Kioto-Protokoll für die Bush-Administration kein Thema zu sein scheint, ist die CO2-Einsparung und ein möglicher CO2-Emissions-Handel für Hubbard Construction bereits jetzt relevant und könnte für die Zukunft noch wichtiger werden. Mit mehreren Testeinbauten, u. a. auf der “World of Asphalt 2004“ www.asphaltinstitute.org/Upload/2004_Fall_Mag_Warm_Mix_Asphalt_Pavements.pdf) sowie ersten Versuchsstrecken versucht Hubbard Construction den Straßenbaubehörden Warm Mix Asphalt näher zu bringen, erläuterte Wayne Evans dem Gesprächskreis BITUMEN in Orlando. In einem Bericht des National Center for Asphalt Technology “Evaluation of Aspha-Min Zeolithe for use in warm asphalt mixes“ (www.eng.auburn.edu/center/ncat/reports/rep05-04.pdf) wird auf die Gebrauchstauglichkeit und die Vorteile dieser Methode verwiesen. Hubbard Construction wird nach Auskunft von Wayne Evans mit weiteren Einbaustrecken noch im Jahr 2005 versuchen, den Straßenbaubehörden in den USA die Vorteile von Warm Mix Asphalt deutlich zu machen, um die Akzeptanz dieser Einbauweise auch in den USA zu fördern. Auf der “World of Asphalt 2006“ befasst sich wieder eine Seminarreihe mit warm mix asphalt (www.worldofasphalt.com/Confinfo/APC/).
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Juli
2005 Der Gesprächskreis hat in den letzten Jahren den weltweit größten Datenpool zu Expositionen beim Umgang mit heißem Bitumen ermittelt. Mit den entsprechenden Expositionsbeschreibungen ist es dem Unternehmer möglich, ohne eigene Messungen Aussagen über die Exposition seiner Mitarbeiter treffen zu können. Mit der Aktualisierung ist der Gesprächskreis
in mehrfacher Hinsicht den Zielen der neuen Gefahrstoffverordnung gefolgt.
Daher begrüßt Dr. Reiner Arndt, Fachbereichsleiter in der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, diese Vorgehensweise
auch ausdrücklich: Dr.
Reinhold Rühl, Obmann des Gesprächskreises BITUMEN, kündigte
an, dass im Hinblick auf ein internationales Symposium im Frühjahr
2006 in Dresden alle Expositionsdaten in einem englischsprachigen Journal
publiziert werden. Darüber hinaus sind für Sommer 2005 Parallelmessungen
mit der AUVA, der österreichischen allgemeinen Unfallversicherungsanstalt,
nach dem amerikanischen und dem deutschen Probenahmesystem geplant,
um so eine bessere Vergleichbarkeit der Messungen mit den internationalen
vorliegenden Expositionsdaten zu ermöglichen. |
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| Teilnehmer
der Sitzung in Merseburg mit den Obleuten der Arbeitskreise zu den Expositionsbeschreibungen
(Frau Dr. Renate Prieß, Chemie BG; sowie die Herren Dipl.-Ing. Kurt
Kolmsee, Steinbruchs BG, Dr. Gerd Zoubek, BG Bau und Dr. Uwe Musanke,
BG Bau)
Wir
möchten Ihnen eine für die Weiterentwicklung des Niedrigtemperatur-Asphaltes
sehr wichtige Mitteilung im Juni/Juli-Heft der Zeitschrift ‚Asphalt‘
nicht vorenthalten. Dort ist zu lesen, dass der Präsident der Forschungsgesellschaft
für Straßen und Verkehrswesen, Herr Dr. Jürg Sparmann,
anlässlich des 60. Geburtstages von Georg Hagemeier, Vorstandsvorsitzender
der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie AG und ehemaliger Präsident
des DAV, „noch in beider Berufsleben den Niedrigtemperatur-Asphalt
als Regelbauweise eingeführt sehen möchte“. |
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| März
2005 Die Finanzierung der Humanstudie Bitumen, der vielleicht wichtigsten Studie zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Bitumen, wurde am 17./18. Februar 2005 im Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsmedizin unterzeichnet. Die Humanstudie Bitumen ist eine Weiterführung der Gussasphalter-Studie (s. unter Projekte) und hat zum Ziel, 450 Walz- und Gussasphaltarbeiter sowie Dachdecker vor und nach der Schicht zu untersuchen. |
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| Dabei handelt es sich um die Beratungsstelle für Gussasphaltanwendungen e.V., CONCAWE, den Deutschen Asphaltverband e.V., die European Bitumen Association (Eurobitume), die Firma Aksys GmbH, den Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft und den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerkes e.V. Der projektbegleitende Arbeitskreis hat auf seiner ersten Sitzung am 17./18. Februar nicht nur die Finanzierung beschlossen, er hat sich über den aktuellen Stand der Studie informiert und – vorbehaltlich kleiner Anpassungen, weiteren Untersuchungen zugestimmt. Dabei soll vor allem im Rahmen einer europaweiten Studie der genaue Arbeitsablauf auf Walz- und Gussasphalt- sowie Dachdecker-Baustellen von der Universität Utrecht protokolliert werden. Für eine weitere Versuchsstrecke der Bundesanstalt für Straßenwesen mit Niedrigtemperatur- Asphalt liegen die Ergebnisse der Arbeitsplatzmessungen vor. Im September wurden auf der B 106 bei Hasehäge in der Nähe von Ludwigslust zwei Niedrigtemperatur-Asphalte unter Beobachtung der BASt eingebaut. Der Gesprächskreis hat diesen Einbau messtechnisch begleitet. Die Ergebnisse der Messungen finden Sie unter dem Link ‚Niedrigtemperatur- Asphalt.‘ | |||
| Dezember 2004 |
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| Aus
aktuellem Anlass beginnen wir diese Informationen mit einer Klarstellung: In der ARD-Sendung "plusminus" vom 14.12.2004 wurde u.a. über einen an Lungenkrebs erkrankten Dachdecker berichtet (www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=278). Dabei wurde behauptet, dass "damals die Dämpfe aus dem heißen Bitumen, mit dem die Dachdecker die Dachbahnen verkleben und dichten" krebserzeugend waren und, dass diese "Dämpfe voller polychlorierter aromatischer Kohlenwasserstoffe, sogenannter PAK" waren. Schließlich wurde die Frage gestellt "Wie viele Jahre atmete er die giftigen Bitumendämpfe?". Der Gesprächskreis BITUMEN stellt klar, dass damals Teer verwendet wurde, kein Bitumen. Teer enthält keine polychlorierten sondern polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Dämpfe und Aerosole aus heißem Bitumen sind auch nicht als giftig eingestuft. Im Sachstandsbericht (s. unter Download) wird auf den Unterschied zwischen Teer und Bitumen eingegangen. |
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| Am
20. und 21. September informierte sich eine internationale Delegation
über die Arbeiten zu Bitumen in Deutschland, insbesondere über
die Human-Bitumen-Studie des BGFA. Es wurde über die in den USA und
in Europa laufenden Projekte zur Abklärung möglicher Gesundheitsgefahren
durch Dämpfe und Aerosole aus Bitumen sowie die Entscheidungswege
für Einstufungen und Grenzwerte in den verschieden Ländern diskutiert. Das Bild zeigt die Teilnehmer am Erfahrungsaustausch (jeweils von links nach rechts): |
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Die internationale Krebsagentur (IARC, eine Organisation der UNO) plant eine Monographie zu Bitumen. In solchen Monographien wird der Stand der internationalen Literatur zur krebserzeugenden Wirkung des jeweils beschriebenen Stoffes zusammengefasst. Die IARC-Monographien haben in allen Ländern der Welt großen Einfluss auf die Einstufung von Stoffen. So wurde Quarzstaub von der MAK-Kommission auf Grund einer IARC-Monographie als krebserzeugend eingestuft. Auf der
Jahrestagung der europäischen Gussasphaltvereinigung hat Knut Soraas,
Generaldirektor von EUROBITUME, die Bedeutung der IARC-Monographien
sowie die geplanten IARC-Monographie zu Bitumen erläutert. Wir
bieten Ihnen Unterlagen zum Vortrag vor Knut Soraas in Deutsch Die Bundesanstalt für Straßenwesen begleitet den Einbau von Niedrigtemperatur-Asphalt und beobachtet die entsprechenden Strecken über mehrere Jahre. Im Juni wurden auf der A7 nördlich von Hamburg gleich mehrere Niedrigtemperatur-Asphalte unter Beobachtung der BASt eingebaut. Der Gesprächskreis hat diesen Einbau messtechnisch begleitet. Die Ergebnisse dieser Arbeitsplatzmessungen finden Sie unter Niedrigtemperatur-Asphalt. Zur abgeschlossenen Gussasphalter-Studie ist in der Zeitschrift "Tiefbau" der Tiefbau-Berufsgenossenschaft ein Artikel erschienen, der mit Einzelheiten der Studie vertraut macht. Unter Projekte und Gussasphalter-Studie finden Sie diesen Beitrag. |
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| August
2004 |
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| Vom
12. - 14. Mai 2004 fand in Wien der 3. Eurasphalt & Eurobitume Kongress
statt. 29 Vorträge bildeten die Technical Sessions. Alle anderen
der insgesamt 229 akzeptierten Papiere wurden von Moderatoren zusammenfassend
vorgetragen. In einem der drei Vorträge deutscher Autoren wurde über
den Gesprächskreis BITUMEN berichtet. Unter www.eecongress.org können
die Zusammenfassungen der Vorträge eingesehen werden. Die Folien
des Vortrages zum Gesprächskreis BITUMEN können Sie hier herunterladen
(Download) Wir haben Ihnen die Ergebnisse einer Studie zur möglichen Belastung durch polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Kontakt mit kaltem Bitumen unter "Projekte" eingestellt. Vereinfacht ausgedrückt wurde bei dieser Studie allerdings nur ermittelt, wer von den Untersuchten Raucher war. Eine Belastung durch polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe durch den Kontakt mit kaltem Bitumen konnte nicht festgestellt werden. |
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| Die europäische epidemiologische Studie zur Häufigkeit von Krebserkrankungen bei "Bitumenarbeitern" wird jetzt durch eine Fall-Kontroll-Studie fortgesetzt. Unter "Projekte" finden Sie aktuelle Informationen zu diesen Studien. Eine dringende
Bitte an Firmen, die Gussasphalt- oder Walzasphaltarbeiten durchführen
(Normal- nicht Niedrigtemperatur-Asphalt) bzw. Heißbitumen vergießen.
Nennen Sie uns Baustellen, auf denen die Beschäftigten im Rahmen
der Human-Bitumen-Studie untersucht werden können. Näheres
finden Sie unter "Projekte", Human-Bitumen-Studie. April
2004 |
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