23   Zement

 


Chemisch gesehen besteht Zement überwiegend aus Calciumsilicaten, Calciumaluminaten und Calciumeisenoxiden, die beim Brennen der Rohstoffe (Kalkstein, Ton, Kalkmergel u.a.) im sogenannten Klinker entstehen. Nach dem schnellen Abkühlen wird der Klinker vermahlen. Bei diesem Vorgang dürfen verschiedene Zusätze zugemahlen werden. Bei Portlandzement, dem mit einen Anteil von über 70 % am häufigsten hergestellten Zement, wird im Allgemeinen Calciumsulfat zugemahlen. Durch diesen Sulfat-Zusatz wird die Erstarrungszeit des Zementes geregelt. Beim Zusatz von Wasser reagieren die Hauptbestandteile des Zementes mit dem Wasser. Dabei entsteht eine stark alkalische Lösung, die einen pH-Wert von mehr als 13 aufweist. Dieser hohe pH-Wert ist für den Beton notwendig, da sich aus ihm die Passivierung der beim Hochbau eingesetzten Bewehrungsstähle ergibt. Ein Sinken des pH-Wertes, verursacht z. B. durch Eindringen von Kohlendioxid in den Beton, hat eine Aufhebung der Passivierung und ein daraus resultierendes Rosten der Bewehrungsstähle zur Folge.

Stand: 09/2005
 

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