Maler und Lackierer gehen täglich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Beschichtungsstoffe um. Die Produkte dienen in erster Linie der Sachwerterhaltung, der Hygiene sowie der Verschönerung unseres Lebensraumes. Die Produktpalette reicht von lösemittelfreien Dispersionsfarben über stark lösemittelhaltige Grundanstrichstoffe bis hin zu Reaktionsharzprodukten auf Epoxid- oder Polyurethanharzbasis. Auch wenn heute ein deutlicher Trend zur Verwendung weniger gefährlicher Produkte, beispielsweise auf der Basis von Dispersionsfarben oder wasserverdünnbaren Lacken, besteht und krebserzeugende oder erbgutverändernde Stoffe wie Blei, Chrom, Cadmium nicht mehr als Farbpigmente eingesetzt werden, können andere Inhaltsstoffe durchaus noch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Verarbeiter führen. In erster Linie ist hier an beim Auftragen der Produkte ausdampfende Lösemittel sowie allergieauslösende Isocyanate oder Epoxidharze zu denken.
Aber nicht nur beim Auftragen von Beschichtungen sind Maler und Lackierer gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt. Auch und gerade in den beim Entfernen alter Beschichtungen häufig verwendeten Abbeizmitteln1 sind gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Das Verarbeiten von Be- und Entschichtungsstoffen erfordert daher einen sorgfältigen Umgang, um Gefährdungen für die Verarbeiter und die Umwelt auszuschließen.
'Bautenlacke'
Farben und Lacke, die in der Bauwirtschaft zum Einsatz kommen, werden auch als Bautenlacke bezeichnet. Das Angebot reicht von Tiefgründen mit sehr hohen Lösemittelgehalten bis zu Dispersionsfarben, die sogar 'emissionsfrei' angeboten werden.
| Stand: 09/2005 | ||