15.7   Bitumenbahnen

Bitumenbahnen werden unterteilt in Bitumen- und Polymerbitumen- Dach- und Dichtungsbahnen, hier der Einfachheit halber als Bitumenbahnen bezeichnet. Diese werden überwiegend im Schweißverfahren, teilweise aber auch im Gieß- oder Kaltselbstklebeverfahren oder mechanisch verarbeitet. Einsatz finden Bitumenbahnen z.B. als Abdichtung, Dampfsperre oder Durchwurzelungsschutz bei Flach- und Steildächern, der Bauwerksabdichtung, Brückenabdichtung usw.

Beim Schweißverfahren werden die Bitumenbahnen in der Regel mit einem Propangas-Brenner (Handbrenner oder auch maschinelle Schweißautomaten, Verarbeitungstemperatur ca. 200°C) angeschmolzen und auf diese Weise mit dem Untergrund verklebt. Für das Schweißen von Bitumenbahnen im Freien sind BG/BIA-Empfehlungen erarbeitet worden.

Grenzwerteinhaltung
   beim Schweißen     

 


Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann beim Schweißen von Bitumenbahnen im Freien sowie in gut gelüfteten Räumen von einer Einhaltung der Grenzwerte ausgegangen werden. Unabhängig von der Einhaltung der Grenzwerte sollte die Arbeit so organisiert werden, dass die freiwerdenden Dämpfe und Aerosole durch den Wind vom Verarbeiter weg geweht werden.

Beim Gießverfahren werden heiß zu verarbeitende Bitumenklebemassen mit einer Verarbeitungstemperatur von ca. 180-230°C, in Extremfällen auch bis zu 260 °C, aufgegossen oder mit einer Bürste aufgetragen und die Bitumenbahn in die heiße Masse eingerollt. Dieses Verfahren wird seltener angewendet als das Schweißverfahren, dementsprechend liegen auch nur wenige Expositionsmessungen vor. Diese deuten jedoch an, dass der Grenzwert nicht in allen Fällen eingehalten ist.

Stand: 05/2001
 

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