Holz- und Steinpflegemittel sind Produkte, die unverdünnt zur Reinigung und Pflege von wasserempfindlichen Oberflächen (z.B. Parkett-, Kork- sowie Steinböden) eingesetzt werden. Nach Verdunsten der Lösemittel verbleiben die Pflegesubstanzen auf der Oberfläche und schützen gegen Wasser und andere Flüssigkeiten.
Neben Wachsen werden als Hauptbestandteil aromatische und/oder aliphatische Kohlenwasserstoffe (Benzine) eingesetzt. Gesundheitsgefährdungen bestehen, abgesehen von Reizung und Entfettung der Haut durch die Lösemittel, vor allem durch Lösemitteldämpfe.
Es sollten möglichst Produkte ohne aromatische Kohlenwasserstoffe eingesetzt werden.
Neben Steinpflegemitteln auf der Basis von Benzinen werden aber auch Produkte eingesetzt, die als Lösemittel chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Trichlorethylen oder Tetrachlorethylen enthalten. Diese Lösemittel können schwere Gesundheitsstörungen hervorrufen und stehen zudem in Verdacht, Krebs erzeugen zu können (K3). Sie sollten demzufolge möglichst nicht eingesetzt werden.
Verzichtet der Unternehmer zukünftig auf solche Pflegemittel und setzt stattdessen benzinhaltige Produkte oder - wo eben möglich - Pflegeemulsionen ein, muss er allerdings beachten, dass die benzinhaltigen Steinpflegemittel entzündlich oder leichtentzündlich sind. Demzufolge müssen bei Verwendung dieser Produkte Brand- und Exschutz-Maßnahmen ergriffen werden.
| Stand: 03/2006 | ||