Alkohol in
Glasreinigern
Die Glasreinigung umfasst das Säubern von Verglasungen. Zu dieser Reinigungsart gehört meist auch die Reinigung und Pflege der Rahmen und Einfassungen. Die Produkte werden in der Regel stark verdünnt eingesetzt. Lediglich Sprühprodukte, die jedoch nicht großflächig verwendet werden, kommen konzentriert zur Anwendung. Als Hauptbestandteile werden anionische, kationische und nichtionische Tenside sowie als Lösemittel Alkohole (Ethanol, Isopropanol) und Glykolether eingesetzt. Bei den Sprühreinigern ist der Tensidanteil zugunsten eines höheren Anteils an Alkoholen verringert. Daneben sind noch geringe Mengen an Ammoniak, Aminoethanol, Duft-, Farb-, Gerüst- und Konservierungsstoffen enthalten.
Die Gesundheitsgefahren durch diese Produkte, besonders der verdünnten Lösungen, sind gering. Sie bestehen vor allem bei Hautkontakt beim Umgang mit Konzentraten durch die entfettende sowie reizende Wirkung der Tenside und Lösemittel sowie bei hautresorptiven Inhaltsstoffen.
Glasreiniger mit hautresorptiven Stoffen wie Butylglykol sollten nicht eingesetzt werden.
Flusssäure in
Glasreinigern
Einige Glasreiniger enthalten ätzende und giftige Flusssäure. Sie werden zur Reinigung stark verschmutzter Verglasungen (z.B. Rostablagerungen) eingesetzt. Beim Umgang mit diesen Produkten sind umfangreiche Maßnahmen zur Unfallverhütung zu beachten, die u.a. im Merkblatt M 005 der BG Chemie 'Fluorwasserstoff, Flusssäure und anorganische Fluoride' aufgeführt sind. Flusssäurehaltige Reiniger werden auch zur Behandlung von Steinfassaden eingesetzt.
| Stand: 03/2006 | ||