13.1.10   Industriereiniger

Unter Industriereinigung wird das Reinigen von Maschinen und industriellen Produktionsanlagen verstanden. Zum Einsatz kommen meist stark alkalische Reiniger auf Basis von Kali- oder Natronlauge, um fett- oder ölhaltige Verschmutzungen zu beseitigen. Hier besteht die Gefahr der Verätzung. Bei Verwendung von lösemittelhaltigen Kaltreinigern ist besondere Vorsicht geboten. Kaltreiniger, die Chlorkohlenwasserstoffe enthalten, z.B. 'Tri' und 'Per', sollten überhaupt nicht verwendet werden.

Bei der Industriereinigung bestehen neben den zur Reinigung eingesetzten Produkten weitere Gefahren durch bereits vorhandene Gefahrstoffe und bei der Reinigung entstehende Stoffe. Der Unternehmer sollte besonders eng mit seinem Auftraggeber zusammen arbeiten, um die Gefahren so gering wie möglich zu halten.


13.1.10.1   Fassadenreiniger

Die Fassadenreinigung umfasst die Säuberung eloxierter oder lackierter Metallfassaden, von Natur- und Kunststeinen, Putzen, Kunststoff- und Holzfassaden etc. In erster Linie sind diese Oberflächen von Staub, Ruß, Flugrost sowie Öl- und Fettschmutz, aber auch von Farben und Graffiti zu reinigen.

Dabei sind das Auffangen und die anschließende Entsorgung der Schmutzflotten nach den behördlichen Vorschriften zu beachten. Bei den Reinigungsmitteln wird im wesentlichen unterschieden in stark saure oder alkalische Reiniger und lösemittelhaltige Reiniger. Gesundheitsgefahren bei den Produkten mit sehr hohem bzw. niedrigem pH-Werten liegen vor allem in der ätzenden Eigenschaft dieser Produkte. Wird mit lösemittelhaltigen Fassadenreinigern gearbeitet, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen zu beachten. In manchen lösemittelhaltigen Fassadenreinigern ist Dichlormethan 1, ein krebsverdächtiger Stoff, enthalten.


1 siehe auch Kapitel 11


Stand: 03/2006
 

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