13 Gebäudereinigung

Chemische Arbeitsstoffe in der Gebäudereinigung sind ein vielschichtiges Problem. Es wird mit sehr unterschiedlichen Produkten umgegangen. Erfreulicherweise besteht aber ein deutlicher Trend zu unproblematischeren Reinigungsmitteln.

Ohne Chemie sind die unterschiedlichen Anforderungen der Auftraggeber an Sauberkeit, Hygiene und optisches Erscheinungsbild nicht realisierbar. Die Produktpalette reicht - je nach Art und Beschaffenheit der zu reinigenden Objekte - von aggressiven Sanitärreinigern über formaldehydhaltige Desinfektionsreiniger bis zu relativ ungefährlichen Unterhalts- oder Glasreinigern, die zudem stark verdünnt eingesetzt werden. Für viele dieser Reinigungsmittel gelten gesetzliche und berufsgenossenschaftliche Vorschriften, bei deren Erfüllung die Betriebe auf externe Hilfe angewiesen sind.

niedriges
  Gefahrenbewusstsein

 


Viele Produkte werden auch im eigenen Haushalt eingesetzt. Entsprechend gering ist das Gefahrenbewusstsein sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Unternehmern selbst. Da die überwiegende Mehrzahl der Reinigungsmittel keine Kennzeichnungen nach der Gefahrstoffverordnung wie Gefahrensymbole oder R- und S-Sätze (Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge) aufweist, geht der Beschäftigte davon aus, dass auch keine Gefährdung besteht.

Es muss deshalb darauf hingewiesen werden, dass auch Produkte ohne Kennzeichnungen Gefahren beinhalten können. Diese bestehen nicht in erster Linie durch das Einatmen von Lösemitteln oder anderen Inhaltsstoffen. Für die meisten Produkte - das haben von GISBAU durchgeführte Arbeitsplatzmessungen ergeben - werden die Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) eingehalten. Lediglich bei der Desinfektion mit aldehydhaltigen Produkten, bei lösemittelhaltigen Holz- und Steinpflegemitteln sowie bei einigen Arbeiten im Bereich der Industriereinigung sind hohe Gefahrstoffexpositionen möglich.

Stand: 03/2006
 

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