Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen dem Abbrennen und dem Entschichten mit Heißluft, wobei beide Verfahren nur bei Altbeschichtungen, die aus nicht hitzebeständigen Lacken bestehen, erfolgreich anwendbar sind.
Heißluftmethode
Bei der Heißluftmethode wird ein bis ca. 600°C heißer Luftstrom erzeugt. Dabei erweichen fett-säurehaltige Bindemittel in Öl- oder Alkydharzlacken, so dass sie sich mit dem Spachtel vom Untergrund abheben lassen. Der Untergrund wird bei ordnungsgemäßer Handhabung nicht verbrannt und die erforderliche Nacharbeit (Abschleifen der noch vorhandenen Reste) ist geringer als beim Abbrennen. Es sollten möglichst langstielige Spachtel verwendet werden, um keine Handverbrennungen zu verursachen. Zudem sind hitzebeständige Handschuhe zu tragen! Die heiße Luft ist im Gegensatz zur Flamme bei Propangasbrennern nicht zu sehen!
Abbrenngeräte
Abbrenngeräte bestehen im wesentlichen aus der Flüssiggasflasche und der Abbrennpistole. Beim Abbrennen auf Holzuntergründen kann leicht die Holzoberfläche beschädigt werden. Die Flamme darf daher nicht lange auf eine Stelle gerichtet sein. Der Gefahr von Hautverbrennungen ist durch geeignete technische und persönliche Maßnahmen vorzubeugen. Die Flamme verbrennt die Altbeschichtungen, was an der blasigen Verkohlung (Schwarzfärbung) und Rauchentwicklung erkennbar ist. Nach den Arbeiten ist eine gründliche mechanische Entfernung der Farbreste mit Drahtbürste und Schleifgeräten erforderlich. Beim Umgang mit Abbrenngeräten müssen zudem die Sicherheitsvorschriften für Propangasbrenner beachtet werden.
| Stand: 03/2006 | ||