Lösemittel können
Nervenschäden
verursachen
Viele Lösemittel können zumindest in hoher Konzentration nervenschädigend wirken. Die Wirkung von Ethanol, dem wohl bekanntesten neurotoxischen Stoff, ist jedem bekannt, der schon einmal zuviel Alkohol getrunken hat. Gemische von neurotoxischen Stoffen sind hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen nicht zu beurteilen.
Für die Beurteilung, ob eine Erkrankung durch neurotoxische Lösemittel verursacht wurde, sind daher zur Anerkennung einer Berufskrankheit ‚Polyneuropathie oder Enzephalophathie durch organische Lösungsmittel oder deren Gemische‘ umfangreiche medizinische und neurologische Untersuchungen notwendig. Anhaltspunkte für die Begutachtung als Berufskrankheit liefert der BK-Report 3/99 (BK 1317).
Neben den in Tabelle 11 genannten Lösemitteln sind für die Bauwirtschaft vor allem noch die verschiedenen Bleiverbindungen beim schweren Korrosionsschutz als neurotoxische Stoffe zu nennen.
Tabelle 11 : In der Bauwirtschaft relevante neurotoxische Lösemittel
|
| Stand: 03/2006 | ||