Für diese Eigenschaften gibt es keine eigenen Gefahrensymbole, lediglich einige Gefahrenhinweise deuten das gesundheitliche Risiko an.
Hautresorptive Stoffe werden leichtdurch die Haut aufgenommen und können dadurch zu schweren Gesundheitsschäden führen. Besteht erst einmal eine Allergie auf einen bestimmten Stoff, reichen schon Spuren aus, um die Allergie zu ‘unterhalten’. Solch geringe Menge können als Verunreinigung eines der Bestandteile eines Produktes nicht einmal dem Hersteller bekannt sein. Dies gilt vor allem, wenn der Hersteller seine Rohstoffe von Dritten bezieht.
Tabelle 4 gibt die für die Bauwirtschaft wichtigsten hautresorptiven
Stoffe an, die in der TRGS 900 ‘Arbeitsplatzgrenzwerte’ (AGW)
entsprechend mit ‘H’ gekennzeichnet sind. Die Gefahrenhinweise
R 27, R 24 bzw. R 21 (Sehr giftig, Giftig bzw. Gesundheitsschädlich bei
Berührung mit der Haut) weisen auf die Gefahr der Hautresorption hin.
keine Symbole für
'H'- und 'S'-Stoffe
Auch für diese Stoffe gilt: Ein fehlender Gefahrenhinweis bedeutet nicht, dass kein hautresorptiver Stoff im Produkt enthalten ist. So kann der Stoff nur in einer Konzentration im Produkt enthalten sein, die zur Angabe des Gefahrenhinweises nicht mehr verpflichtet. Die TRGS 900 verlangt, durch organisatorische und arbeitshygienische Maßnahmen sicher zu stellen, dass der Hautkontakt mit diesen Stoffen unterbleibt.
Sensibilisierende Stoffe können je nach persönlicher Veranlagung unterschiedlich schnell und stark allergische Erscheinungen auslösen. Die Einhaltung des AGW gibt keine Sicherheit gegen das Auftreten allergischer Reaktionen.
Besteht erst einmal eine Allergie auf einen bestimmten Stoff, reichen schon Spuren aus, um die Allergie zu 'unterhalten'. Solch geringe Menge können als Verunreinigung eines der Bestandteile eines Produktes nicht einmal dem Hersteller bekannt sein. Dies gilt vor allem, wenn der Hersteller seine Rohstoffe von Dritten bezieht.
Tabelle 4: Sensibilisierende (S) und hautresorptive (H) Stoffe in der Bauwirtschaft
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Isocyanatasthma
durch Hautkontakt
mit PU-Produkten
Besonders hingewiesen werden muss auf die meist unbekannte Problematik, dass bei Einsatz von Polyurethanprodukten wie Fensterschäumen, Klebstoffen usw. bereits durch einen einmaligen massiven Hautkontakt ein Isocyanatasthma - eine Atemwegsallergie - verursacht werden kann.
| Stand: 03/2006 | ||