Eine moderne und zukunftsträchtige Branche wie die Bauwirtschaft entwickelt sich sowohl bei den Arbeitstechniken als auch den Arbeitsmaterialien weiter. Mit der Sicherheit am Arbeitsplatz Schritt zu halten, fällt im technischen Bereich (Gerüste, Krane, Grabenverbau usw.) relativ leicht. Die in der Bauwirtschaft Verantwortlichen haben in der Regel eine technisch ausgerichtete Ausbildung, in der auch die wesentlichen Sicherheitsanforderungen vermittelt werden. Durch die Ausbildung entsteht somit ein grundsätzliches Verständnis für den technischen Arbeitsschutz. Auch wenn die Zahl der Arbeitsunfälle heute sicher noch zu hoch ist, so gibt es Probleme doch weniger durch fehlende Kenntnisse über Unfallgefahren als durch mangelnde Umsetzung - bei Vorgesetzten und Beschäftigten - der bekannten Vorschriften.
"alte" Gefahrstoffe -
Quarz, Asbest, Blei
Kenntnis über Gefahren und Schutzmaßnahmen herrscht auch über die "alten" Gefahrstoffe der Bauwirtschaft: Quarzstaub, Asbest, bleihaltige Anstriche. Die zum Teil schon seit Jahrzehnten bestehenden Vorschriften über den Umgang mit Quarzstaub und die Informationen über dessen Gefährlichkeit haben - ebenso wie bei den bleihaltigen Anstrichen - dazu geführt, dass die Zahl der Berufskrankheiten aus diesen Bereichen heute auf einem Niveau ist, das kaum noch wesentlich zu senken sein wird.
Auch die Asbestproblematik soll an dieser Stelle nicht übergangen werden. Zu spät wurden die vom Asbest ausgehenden Gefahren erkannt und Schutzmaßnahmen bzw. Verbote umgesetzt. Die Folgen des zu sorglosen Umgangs mit Asbest werden noch über Jahre durch steigende Zahlen von asbestbedingten Berufskrankheiten zu spüren sein. Die Erfahrungen mit Asbest sollten jedermann deutlich vor Augen führen, dass der Schutz der Beschäftigten (und der Umwelt) vor den Gefahren durch Chemikalien selbstverständlich zum jeweiligen Arbeitsverfahren gehört. Der Umgang mit Gefahrstoffen muss stets ein gefahrloser Umgang sein!
| Stand: 03/2006 | ||